Geben Sie Krebs keine Chance

Frueherkennung von Darmkrebs
Durch Früherkennung von z. B. Darmkrebs könnten viele Patienten gerettet werden. Verschiedene Vorsorge-Untersuchungen beim Arzt werden von den Krankenkassen bezahlt © Fotolia

Mehr als 350 000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Krebs – ein Großteil davon an Darmkrebs. Und etwa 200 000 sterben. Das Erschreckende an diesen Zahlen ist: Viele der Opfer könnten durch Früherkennung gerettet werden.

Krebs entsteht durch einen kleinen biologischen Unfall. Das Erbmaterial einer Körperzelle wird durch chemische oder mechanische Einflüsse verändert. In den meisten Fällen ist das nicht weiter schlimm, denn der Körper verfügt über mehrere Mechanismen, um entartete Zellen sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Versagt jedoch dieses Schutzsystem, teilt sich die Zelle unkontrolliert und bildet krankes Gewebe, das zu einer Krebsgeschwulst entartet. Früher oder später verdrängt es wichtige Organe. Lösen sich nun einzelne Zellen und geraten in die Blutbahn, bilden sich so genannte Tochtergeschwulste. Die Therapie wird dann schwerer.

Besonders tückisch ist, dass die bösartigen Tumore meist erst in späteren Stadien Probleme machen. Deshalb ist die Früherkennung so wichtig.

 

Früherkennung: Darmkrebs

Ein spezieller Test erfasst auch geringe Spuren von Blut im Stuhl (okkultes = verborgenes Blut). An drei aufeinander folgenden Stuhlgängen werden kleine Proben auf ein Testbriefchen aufgetragen. Fällt der Test positiv aus, folgt in der Regel eine Darmspiegelung für die genaue Diagnose.

 

Früherkennung: Brustkrebs

Einmal im Jahr können sich alle Frauen ab 50 kostenlos auf Brustkrebs untersuchen lassen. Der beste Zeitpunkt ist gleich nach der Menstruation, wenn die Brust weich ist und sich durch Abtasten relativ gut beurteilen lässt. Bei Zweifeln oder bei Frauen aus Risikogruppen wird der Arzt eine Mammographie durchführen. Wichtig ist auch die monatliche Selbstuntersuchung – wie diese funktioniert, kann z. B. der Frauenarzt/ die Frauenärztin erläutern.

 

Früherkennung: Gebärmutterhalskrebs

Der Arzt tastet die Geschlechtsorgane ab und macht einen Abstrich. Damit kann er eine erste Verdachtsdiagnose stellen. Ganz besonders gefährdet sind Frauen, die bereits in jungen Jahren Geschlechtsverkehr hatten oder die häufig unter Infektionen im Genitalbereich leiden. Sexuell übertragbare Krankheiten – insbesondere durch das Human-Papillomavirus (HPV) – stehen im Verdacht, die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses zu verursachen.

 

Früherkennung: Hautkrebs

Jeder sollte seine Muttermale und Leberflecken regelmäßig beobachten. Wichtig ist das besonders, wenn die Hautveränderungen erst im Alter auftreten oder dadurch auffallen, dass sie größer und dunkler werden, jucken oder sogar bluten.

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.