Gallensteine

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Gallensteine sind eine Erkrankung der Gallenblase. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung haben Gallensteine, zwei Drittel davon sind Frauen.

In der Regel bemerken die Betroffenen überhaupt nichts davon und sind vollkommen beschwerdefrei. Seltener treten jedoch kolikartige Schmerzen im Oberbauch auf.

 

Was sind Gallensteine?

Gallensteine entstehen aus verdickter Gallenflüssigkeit. Was genau die Steinbildung auslöst, ist noch immer unklar. Die Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet und fließt in der Regel – bis zu einem Liter pro Tag – von der Leber über die Gallenwege direkt in den Dünndarm, wo sie die Verdauung von Fetten unterstützt. Nur ein kleiner Teil, etwa 60 bis 80 Milliliter, werden in der Gallenblase zwischengespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm ausgeschüttet. Die Gallenblase dient also als Reservoir für Gallenflüssigkeit.

In der Regel bilden sich Gallensteine in der Gallenblase (Gallenblasensteine), seltener entwickeln sie sich direkt in den Gallengängen (Gallengangsteine). Auch können die in der Gallenblase entstandenen Steine in die Gallengänge „wandern“.

Gallensteine sind die mit Abstand häufigste Form der Erkrankung in Gallenblase und Gallengängen. Rund 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung haben Gallensteine, zwei Drittel davon sind Frauen. Die Häufigkeit von Gallensteinen nimmt mit dem Alter zu. Ein Großteil der Betroffenen, etwa 80 Prozent, wissen allerdings nicht, dass sie Gallensteinträger sind. Denn Gallensteine machen normalerweise keine Beschwerden.

Bei etwa einem Fünftel der Betroffenen entwickeln sich hingegen die typischen Symptome, die auf Gallensteine in der Gallenblase hindeuten: Kolikartige Schmerzen im Oberbauch, die in Schüben auftreten und etwa 15 Minuten andauern. Die Schmerzen können unter Umständen in den Rücken oder die rechte Schulter ausstrahlen. Häufig werden sie von Übelkeit und Erbrechen begleitet.

Gallensteine innerhalb der Gallenwege verursachen nur selten Schmerzen oder andere Beschwerden. Allerdings können sie Folgeerkrankungen wie Galleabflussstörungen, Gelbsucht sowie Gallengangentzündungen und Gallenganginfektionen verursachen.

Bei der Behandlung schmerzhafter Gallensteine in der Gallenblase wird in der Regel die gesamte Gallenblase durch den Chirurgen entfernt. Da die Gallenblase nur als  Reservoir für die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit dient, ist das Leben ohne sie meist beschwerdefrei. Etwa 190.000 dieser sogenannten Cholezystektomien werden in Deutschland jedes Jahr durchgeführt. Mittels Schlüssellochchirurgie erfolgt der Eingriff ohne große Hautschnitte. Gallengangsteine werden oft im Rahmen einer Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung entdeckt und sofort endoskopisch entfernt.

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