Funktionelle Dyspepsie - was hilft bei einem Reizmagen?

Richtiges Essen bei Reizmagen
Bei Reizmagen gilt: Lassen Sie sich Zeit beim Essen und nehmen Sie lieber fünf kleine als drei große Mahlzeiten zu sich © Fotolia

Die funktionelle Dyspepsie, ist eine Störung, bei der Ärzte keine organische Erkrankung entdecken. Die Symptome lassen sich jedoch mit einigen Tricks schnell lindern. Wir haben die besten gesammelt.

Das Problem: Bei einem Reizmagen lassen sich bei der ärztlichen Untersuchung keine organischen Gründe feststellen. Der Arzt spricht dann von einer funktionellen Dyspepsie.

 

Ein Transportproblem ist Ursache einer funktionellen Dyspepsie

Wenn Sie zu diesen Esstypen gehören, haben Sie ein hohes Risiko, an einer funktionellen Dyspepsie zu erkranken.

- Der "Nebenbei-Esser”: Frühstücken und dabei Zeitung lesen, das ist sein Ding. Nur selten weiß er, was er isst und wie viel.

- Der "Hastig-Esser”: Dieser Typ kaut kaum und "verschlingt” in relativ kurzer Zeit größere Mengen.

- Der "Von-allem-etwas-Esser”: Egal, ob knusprig oder süß - dieser Typ kann einfach nicht widerstehen.

- Der "Rasch- 'ne-Kleinigkeit-Esser”: Er futtert unter Zeitdruck. Genuss ist ne- bensächlich.

Die Nahrung wird entweder zu schnell oder zu langsam in den Dünndarm weitertransportiert. Die Folge bei zu schneller Entleerung sind Krämpfe und Blähungen. Bleiben die Speisen zu lange liegen, weitet sich der Magen aus. Typische Zeichen einer funktionellen Dyspepsie sind Völlegefühl und Übelkeit.

 

Schnaps und Nikotin schaden

Sogenannte Verdauungshilfen wie Kaffee, Schnaps oder die Zigarette nach dem Essen schaden bei einer funktionellen Dyspepsie nur. Alkohol und Koffein sind Gift für die Schleimhaut und Nikotin reizt die Magennerven.

 

Funktioneller Dyspepsie vorbeugen: die besten Tipps

  1. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Wichtig ist, dass Sie die Speisen gründlich kauen.
  2. Besser als drei üppige Mahlzeiten sind fünf bis sieben kleinere Portionen.
  3. Achten Sie auf fettarme und leicht verdauliche Kost.
  4. Eine Pflanzenarznei mit Kümmel und Pfefferminze (z.B. Carmenthin) wirkt wie ein „Magenschrittmacher”, lindert die Beschwerden.
  5. Bewegung bringt auch Bewegung in den Darm. Sport stärkt wichtige Muskeln in Bauch und Beckenboden und erhöht auf diese Weise auch die sogenannte Darmperistaltik - so der Fachausdruck für die Darmbewegung.
  6. Ebenfalls wichtig: mindestens zwei Liter Wasser, Kräutertees oder Saftschorlen am Tag trinken.
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