Für einen gesunden Schlaf: Wie bette ich mich am besten?

Frau schläft mit Oberbett
Daunendecken eignen sich besonders gut als Oberbett, da Daunen Wärme speichern © shutterstock

Wer kennt das nicht: Man liegt die ganze Nacht wach und kommt einfach nicht zur Ruhe. Rund 20 Millionen Deutsche leiden besonders im Winter unter schlaflosen Nächten. Denn: Die dunkle Jahreszeit bringt den Stoffwechsel durcheinander. Schlaf-Experte Alexander Stelmaszyk weiß Rat.

 

Wie wichtig ist das Lüften?

Für gesunden Schlaf ganz wichtig. Es ist aber nicht nötig, das Fenster die ganze Nacht offen zu lassen. Einfach morgens und abends Stoßlüften und die Bettdecke zurückschlagen.

 

Wie hoch sollte die Zimmertemperatur sein?

Zwischen 16 und 18 Grad ist ideal, dabei kommt der Körper am besten zur Ruhe.

 

Welche Bettdecke ist im Winter am besten?

Das hängt vom jeweiligen Wärmebedürfnis und der Raumtemperatur ab. In wärmeren Räumen reicht logischerweise oft eine dünnere Bettdecke. Bevorzugt man kühlere Zimmertemperaturen, eignet sich eine dickere Decke.

 

Und welche Oberbetten?

Daunendecken eignen sich besonders gut, denn sie speichern Wärme. Durch den hohen Lufteinschluss in den Daunen sind die Decken dabei atmungsaktiv. Auch anderes Naturhaar, wie Schafwolle oder Kamelhaar eignen sich gut.

 

Aus welchem Material sollte die Bettwäsche sein?

Kuschelige Flanell- oder Biberbettwäsche sorgt für entspannten Schlaf, denn auch sie speichert Wärme. Für das ganze Jahr eignen sich Jersey- und Seidenbettwäsche. Sie passen sich an Temperaturen an.

 

Mit Socken oder ohne?

Im Winter kühlen die Füße schnell aus. Die Folge: Das stört den Schlaf, man wird anfälliger für Erkältungen. Wer an den Füßen friert, sollte deshalb zu Socken greifen. Sie sollten aus atmungsaktiven Materialien, z. B. Baumwolle, sein.

 

Was sollte man zum Schlafen tragen?

Auch hier empfiehlt sich Kleidung aus Baumwolle oder Mischgewebe. Von Nacktschlafen würde ich abraten, denn da gelangt der Schweiß direkt in die Bettwaren und in die Matratze und bietet dann einen idealen Nährboden für Bakterien.

 

Warum man im Alter weniger Schlaf braucht

Guter Schlaf ist das A und O für ein gesundes Leben. Doch im Alter verändert sich der Schlaf. Schlafforscher Professor Jürgen Zulley: "Die Schlafdauer und die Tiefschlafphasen verringern sich." Woran liegt das? "Am Alterungsprozess. Die Funktion der sogenannten Zirbeldrüse im Zentrum des Gehirns lässt nach. Diese Drüse ist für unseren Schlaf-wach-Rhythmus besonders wichtig."

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