FSME-Risikogebiete: Zeckengefahr in drei neuen Regionen

Verena Elson Medizinredakteurin

Es gibt drei neue FSME-Risikogebiete in Deutschland, wie aus einem Bericht des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Das durch Zecken übertragene Virus kann schwerwiegende Gehirnentzündungen auslösen.

Die Zeckensaison 2020 ist in vollem Gange: Die milden Temperaturen in diesem Winter sorgen dafür, dass die Krabbeltiere erneut besonders aktiv sind. Dies war bereits in den letzten beiden Jahren der Fall und sorgt für ein erhöhtes FSME-Risiko.

Während FSME vor einigen Jahren noch ein rein süddeutsches Problem war, breitet sich das gefährliche Virus, das von Zecken übertragen werden kann, inzwischen immer weiter in der Bundesrepublik aus. Treten in einer bestimmten Region vermehrt Fälle von FSME auf, weist das Robert-Koch-Institut (RKI) die ensprechende Region als neues FSME-Risikogebiet aus. Auch in diesem Jahr sind drei neue Stadt- bzw. Landkreise dazugekommen. 

 

164 FSME-Risikogebiete in Deutschland

Die neuen Risikogebiete sind laut dem Bericht des RKI der Landkreis Meißen sowie der Stadtkreis Dresden in Sachsen und der Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Im vergangenen Jahr waren bereits fünf Risikogebiete dazugekommen, darunter mit dem Emsland der erste norddeutsche Landkreis. Insgesamt gibt es in Deutschland jetzt 164 FSME-Risikogebiete. Welche das im Einzelnen sind, können Sie der FSME-Risikokarte des RKI entnehmen.

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Unter anderem zählen zu den Risikogebieten, wo Zecken FSME übertragen können, folgende Regionen:

 

Was ist FSME?

Die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist ein Virus, das von Zecken übertragen wird. Je nach Region ist das Virus in 0,1 bis 5 Prozent der Zecken nachweisbar – die ausgewiesenen Risikogebiete sind Regionen mit höherem FSME-Aufkommen und einer entsprechend größeren Ansteckungsgefahr.

Eine Infektion mit FSME kann sehr unterschiedlich verlaufen. Viele Infizierte bemerken überhaupt keine Symptome. Andere haben über einige Tage grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Bei einigen folgt darauf eine zweite Erkrankungsphase, in der es zu schweren Entzündungen der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks kommen kann.

 

RKI empfiehlt Impfung in FSME-Risikogebieten

Es gibt keine wirksame Therapie gegen FSME – aber eine Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie Menschen, die in Risikogebieten leben oder arbeiten oder dort Urlaub machen. Die Impfung ist auch für Kinder geeignet.

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Ab wann sind Zecken aktiv?

Zecken werden ab Temperaturen von etwa sieben Grad Celsius aktiv. Deutlich häufiger als zu Infektionen mit FSME kommt es nach Zeckenstichen zur Übertragung einer sogenannten Borreliose. Diese bakterielle Infektion kann Haut, Gelenke und Nervensystem befallen. Die Borreliose ist im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Schutzmaßnahmen wie das Tragen von langer, heller Kleidung in der Natur sind darum überall angeraten – nicht nur in FSME-Risikogebieten.

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