Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vorbeugen durch Impfung und Zeckenschutz

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Am einfachsten und wirksamsten lässt sich einer Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) mit einem gut durchdachten Zeckenschutz vorbeugen. Vom Frühjahr bis zum Herbst leben Zecken auf Gräsern, Sträuchern und Blättern.

Wenn Sie also viel im Garten arbeiten, durch hohe Wiesen laufen oder abseits der Wanderwege im Wald spazieren gehen, ist Zeckenschutz für Sie besonders wichtig. Das gilt auch für Kinder sowie für Hunde und Katzen.

Entfernen Sie eine Zecke mit einer Zeckenzange
Wenn Sie eine Zecke finden, die sich schon festgesogen hat, entfernen Sie sie möglichst schnell mit einer Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder einer Pinzette© Fotolia
 

Verschiedene Maßnahmen sind besonders einfach und effektiv

  • lange Hosen und langärmlige Oberteile, idealerweise mit einem Bündchen
  • festes Schuhwerk (keine Sandalen oder ähnliches).
  • Insektenschutzmittel (Repellentien), zum Beispiel Sprays (Achtung: regelmäßig nachsprühen!)
  • Anti-Zecken-Halsbänder oder Spot-On-Präparate für Hunde und Katzen im Haushalt

Suchen Sie nach Ausflügen in Wald und Wiese Ihre Haut sorgfältig nach Zecken ab. Denken Sie auch daran, wenn zum Beispiel Ihre Kinder im Freien gespielt haben. Wenn Sie eine Zecke finden, die sich schon festgesogen hat, entfernen Sie sie möglichst schnell mit einer Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder einer Pinzette. Achten Sie dabei darauf, den Körper der Zecke nicht zu quetschen. Bearbeiten Sie eine festsitzende Zecke auch nicht mit Alkohol oder anderen Chemikalien! Erst nach dem Herausziehen sollten Sie die kleine Wunde desinfizieren. Diese Hinweise gelten auch in Gebieten ohne erhöhtes FSME-Risiko, denn andere Krankheiten wie die Borreliose können deutschlandweit von Zecken übertragen werden.

 

FSME-Impfung

In Deutschland sind heute gut erforschte FSME-Impfstoffe für Kinder und Erwachsene verfügbar. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung allerdings nur für Risikogruppen – also Menschen, die in einem Endemiegebiet (zum Beispiel Bayern oder Baden-Württemberg) leben und sich viel in der Natur aufhalten. Außerdem sollten beruflich gefährdete Menschen (zum Beispiel Forstarbeiter und Laborpersonal) sich impfen lassen. Informieren Sie sich am besten auch vor einer Reise über das FSME-Risiko an Ihrem Urlaubsort. Mit einer Impfung lässt sich einer FSME-Infektion relativ sicher vorbeugen.

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