Frühjahrsmüdigkeit: Ursachen sind nicht genau geklärt

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Sowohl bei der Frühjahrsmüdigkeit als auch bei der Wetterfühligkeit reagieren Betroffene empfindlich auf Wetterumschwünge. Die Frühjahrsmüdigkeit-Ursache ist der Wetterumschwung vom kalten Winter zum Frühling. Die Temperaturen steigen und die Sonne scheint vermehrt. Der Körper muss sich nun umstellen, was Zeit benötigt und sich bei vielen gesundheitlich bemerkbar macht.

 

Wetterumschwung als Ursache von Frühjahrsmüdigkeit

Auch wetterfühlige Menschen reagieren mit Beschwerden auf das Wetter, jedoch nicht nur bei der Umstellung von Winter auf den Frühling, sondern ganzjährig: Sie reagieren empfindlich auf Wetterwechsel mit Temperaturschwankungen, wechselnder Luftfeuchtigkeit, Luftdruckunterschieden, Gewitter oder Föhn.

Weder die Frühjahrsmüdigkeit-Ursache noch die der Wetterfühligkeit ist bisher genau geklärt. Man weiß nicht, was im Körper genau bei einem Wetterumschwung passiert. Eine Rolle spielt aber vermutlich das vegetative Nervensystem, das durch Wetterumschwünge beeinflusst wird. Es regelt unter anderem lebenswichtige Funktionen wie Blutdruck, Herzschlag, Atmung und den Stoffwechsel und beeinflusst auch das Blutgefäßsystem. So muss zum Beispiel bei einem Wetterumschwung die Körpertemperatur bei jedem Wetter konstant bleiben, sodass alle Organe einwandfrei funktionieren. Je nach Temperatur weiten beziehungsweise verengen sich die Blutgefäße, um die Durchblutung anzupassen. Diese Reaktionen reguliert das vegetative Nervensystem. Je schneller das Wetter umschlägt, desto schneller muss auch der Körper reagieren – kurzfristige Wetteränderungen bedeuten also Stress für den Organismus.

Frühjahrsmüdigkeit-Ursache
Die genaue Frühjahrsmüdigkeit-Ursache ist noch nicht geklärt. Experten vermuten aber, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen © Hakase_/iStock
 

Ungleichgewicht zwischen Melatonin und Serotonin als mögliche Frühjahrsmüdigkeit-Ursache

Offenbar spielt auch der Hormonhaushalt des Körpers eine Rolle bei der Frühjahrsmüdigkeit und der Wetterfühligkeit. Der Hormonhaushalt wird ebenfalls vom vegetativen Nervensystem beeinflusst. Besonders bei der Frühjahrsmüdigkeit kommt den Hormonen Melatonin und Serotonin eine zentrale Rolle zuteil. Das Hormon Melatonin wird von der Zirbeldrüse (Epiphyse, Corpus pineale), einem Teil des Zwischenhirns, produziert. Melatonin steuert den Tag-Nacht-Rhythmus, wird verstärkt nachts und bei Dunkelheit gebildet und wirkt schlaffördernd. Sonnenlicht hingegen fördert die Produktion des Hormons Serotonin, das stimmungsaufhellend und ebenfalls auf den Schlaf-Wach-Rhythmus wirkt. Beim Wechsel vom Winter in den Frühling kommt es zu einer Umstellung der Konzentrationen dieser Hormone, was oft zu einem Ungleichgewicht zwischen Melatonin und Serotonin führt. Bei Betroffenen ist also häufig ein zu hoher Melatonin-Spiegel eine typische Frühjahrsmüdigkeit-Ursache.

 

Auch der Blutdruck kann eine Frühjahrsmüdigkeit bedingen

Eine Frühjahrsmüdigkeit-Ursache könnte auch eine Veränderung von Blutgefäßen und dem Blutdruck sein. Steigen die Temperaturen, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck fällt ab. Viele fühlen sich deshalb müde und schlapp. Besonders bei Personen, die an niedrigem Blutdruck (Hypotonie) leiden, führt dies zu Kreislaufproblemen.

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