Heilpflanzenlexikon

Frauenminze – Heilpflanze gegen Menstruationsbeschwerden

Die Frauenminze galt früher als wichtige Heilpflanze gegen Frauenbeschwerden und war in jedem Klostergarten anzutreffen.

Frauenminze
Frauenminze kann innerlich und auch äußerlich zur Behandlung von Beschwerden eingesetzt werden© imago
 

 

 

Frauenminze: Anwendung und Heilwirkung

Früher wurde die Frauenminze in der Volksmedizin bei Galle-, Leber- sowie Menstruationsbeschwerden angewandt. Die Einnahme erfolgte in Form von Aufgüssen. Eine Wirksamkeit konnte bislang jedoch nicht nachgewiesen werden. Schwangere sollten in jedem Fall auf eine Anwendung der Frauenminze verzichten, da diese die Kontraktion der Gebärmutter stimuliert. Möglicherweise ist in der Frauenminze Thujon enthalten. Aus diesem Grund sollte von einer zu häufigen Anwendung generell abgesehen werden.

Definition Frauenminze
Bezeichnung: Tanacetum balsamita
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Wucherblumen (Tanacetum)
Art: Frauenminze

 

In Frauenminze enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl mit hohem Gehalt an Carvon, in geringeren Mengen auch Thujon

 

Botanik

Die Frauenminze ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie besitzt ein weitläufiges, kräftiges Wurzelwerk. Die Stängel der Pflanze werden zwischen 80 und 150 Zentimeter hoch. Die bis zu 20 Zentimeter langen Laubblätter sitzen auf einem langen Stiel. Sie fühlen sich ledrig an, haben einen gekerbt-gezähnten Rand und sind blaugrün gefärbt. Im September bilden sich doldenförmig angeordnete Rispen, die viele grün-gelbe Röhrenblüten enthalten.

Blätter der Frauenminze
Die Blätter der Frauenminze durften sehr intensiv nach Minze. Aus diesem Grund hat sie wahrscheinlich auch ihren Namen bekommen© Fotolia
 

Verbreitung

Die Heimat der Frauenminze liegt zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer. Angebaut wird sie heute vornehmlich in Südeuropa, allerdings kommt sie verwildert auch in Deutschland vor.

 

Andere Namen für Frauenminze

Ährenminze, Balsamkraut, Grüne Minze, Grüne Rossminze, Marienblatt

Wissenswertes über Frauenminze

Bereits Ende des 8. Jahrhunderts findet sich die schriftliche Erwähnung der Frauenminze in einem Erlass von Kaiser Karl dem Großen, der Landgüterverordnung „Capitulare de villis vel curtis imperii“. Hildegard von Bingen kannte die Frauenminze als Mittel gegen Gifte, Lepra, Fieber sowie Ohnmacht.

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