Frauenmantel - natürliche Hilfe bei Frauenbeschwerden

Das Kraut des Frauenmantels wird als Heilmittel bei Ausfluss und Beschwerden in den Wechseljahren sowie bei schmerzhaften Regelblutungen eingesetzt. Die Wirkung ist jedoch nicht in Studien bewiesen.

Frauenmantel wächst besonders in Gebirgen
Frauenmantel wächst besonders in Gebirgen© Fotolia
 

Frauenmantel: Anwendung und Heilwirkung

Definition Frauenmantel
Bezeichnung: Alchemilla vulgaris Familie Rosengewächse
Art: Gewöhnlicher Frauenmantel

Die Volksheilkunde kennt das Kraut des Frauenmantels als Heilmittel bei Ausfluss und Beschwerden in den Wechseljahren sowie bei schmerzhaften Regelblutungen. Nachgewiesen konnte eine entsprechende Wirkung jedoch nicht werden. Allerdings besitzt das Kraut eine leicht adstringierende und krampflösende Wirkung. Weitere Einsatzgebiete sind Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Gurgeln!), Wundheilung und Atemwegsentzündungen. Für leichten Durchfall liegt eine positive Bewertung durch die Kommission E als pflanzliches Arzneimittel vor.

 

Im Frauenmantel enthaltene Wirkstoffe

Gerbstoffe, Flavonoide

 

Botanik

Die Tropfen auf dem Frauenmantel waren früher Bestandteil alchemistischer Tinkturen - sie sollen besonders rein gewesen sein
Die Tropfen auf dem Frauenmantel waren früher Bestandteil alchemistischer Tinkturen - sie sollen besonders rein gewesen sein© Fotolia

Der Frauenmantel zählt zu den Halbrosettenstauden. Er ist eine mehrjährige Pflanze mit leicht gelappten Blättern und leicht gelben Blüten. Seine Blütezeit ist im Mai und im Juni. Die Blüten verströmen einen honigartigen Duft.

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet des Frauenmantels erstreckt sich über ganz Europa. Vor allem findet man ihn im Gebirge. Er wächst in erster Linie an Bachufern, Wegrainen sowie auf feuchten Wiesen und Weiden.

 

Andere Namen für Frauenmantel

Echter Sinau, Frauenhilf, Liebfrauenmantel, Mantelkraut, Marienmantel, Tränenschön, Taumantel

Wissenswertes über Frauenmantel

Bereits im Mittelalter ist der Frauenmantel eine anerkannte Heilpflanze. Hildegard von Bingen empfahl sie bei Frauenleiden.

Alchemilla heißt übersetzt »die kleine Alchemistin«. Diesen Namen verdankt die Pflanze der Vorstellung der mittelalterlichen Alchemisten, dass die klaren Guttationstropfen auf den Blättern des Frauenmantels von besonderer Reinheit seinen und damit eine wertvolle Zutat für ihre Versuche.

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