Frauenleiden: Darüber spricht niemand gern

Frauenleiden Pilzerkrankung
Ein Tabuthema für Frauen sind Pilzinfektionen: Dabei gehören Pilzerkrankungen zu den häufigsten Infektionen im Genitalbereich © Fotolia

Woran Sie Erkrankungen erkennen und wie Sie die Beschwerden schnell lindern und Pilzerkrankungen in den Griff bekommen.

Über diese unangenehmen Probleme schweigen die meisten Frauen gern. Doch nur wer die Symptome kennt, kann die Beschwerden richtig behandeln.

 

Pilzerkrankung

Symptome: Es beginnt mit einem quälenden Juckreiz im Schamlippenbereich. Dazu kommt ein verstärkter, weißlicher Ausfluss. Besteht die Infektion länger oder tritt sie wiederholt auf, kann es zum Brennen beim Wasserlassen kommen.

Ursachen: Auslöser ist ein Hefepilz, der vom eigenen Körper ausgeht oder von außen in ihn gelangt (durch direkten Kontakt oder gemeinsame Handtücher).

Das hilft: Nur ph-neutrale Seifen verwenden, die die Scheidenflora nicht zusätzlich angreifen. Kamillen-Sitzbäder (35 Grad) lindern die Symptome. Um die Ursache zu behandeln, gibt es rezeptfreie Antipilzmittel.

Wann zum Arzt? Spätestens wenn nach drei Tagen Antipilzmittel-Behandlung keine Besserung eintritt.

 

Scheidentrockenheit

Symptome: Da sich anfangs häufig ein Brennen und Jucken bemerkbar macht, denken viele zunächst an eine Pilzinfektion. Der Unterschied: Eine Pilzinfektion ist mit Ausfluss verbunden.

Ursachen: Fast jede zweite Frau über 45 leidet darunter - etwa als Folge der Wechseljahre oder nach Erkrankungen.

Das hilft: Tritt Scheidentrockenheit nach einer Erkrankung auf, reicht es oft, die Vaginalflora zu stabilisieren.

Wann zum Arzt? Wenn die Symptome nicht nach kurzer Zeit verschwinden. Der Arzt kann abklären, ob in Folge der Wechseljahre ein Mangel an weiblichen Hormonen vorliegt - und Sie dann entsprechend behandeln.

 

Blasenentzündung

Symptome: Plötzlich auftretendes starkes Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen und ständiger Harndrang deuten auf eine Blasenentzündung hin.

Ursachen: Auslöser sind fast immer Bakterien. Sie gelangen über die Harnröhre in die Blase und führen dort zur Entzündung.

Das hilft: Sanfte Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie täglich mindestens zwei bis drei Liter Wasser trinken. Cranberryschorle sowie Blasen- und Nierentee bekämpfen die Entzündung und spülen die Bakterien aus dem Körper. Auch Bärentraubenblätter-Extrakt in Tablettenform bringt Linderung.

Wann zum Arzt? Wenn die Schmerzen über drei Tage anhalten oder in die Nierenregion ziehen.

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