Frauen, aufgepasst: Dieses Symptom ist ein Warnzeichen!

Verena Elson Medizinredakteurin

Ein alltägliches Symptom kann, wenn es anhaltend auftritt, auf Eierstockkrebs hindeuten. Doch Umfragen zeigen, dass die meisten Frauen mit diesen Beschwerden keine Ärzt:in aufsuchen würden.

Anhaltende Blähungen und ein angeschwollener Bauch können Hinweise auf Eierstockkrebs sein
Anhaltende Blähungen und ein angeschwollener Bauch können Hinweise auf Eierstockkrebs sein Foto:  iStock/apomares

Blähungen kennt wohl jeder – etwa nach einer üppigen Mahlzeit oder dem Verzehr besonders blähender Lebensmittel kann es im Alltag schnell dazu kommen. Doch starke und anhaltende Blähungen können ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Eine britische Umfrage zeigte bereits 2018: Die Mehrheit der Frauen ist sich dessen nicht bewusst und würde mit Blähungen nicht zu ihrer Ärzt:in gehen – dabei steigen die Überlebenschancen enorm, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird.

 

Blähungen können auf Eierstockkrebs hinweisen

Nur 34 Prozent der 1.142 befragten Frauen gaben bei einer Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts YouGov an, dass sie mit anhaltenden Blähungen zum Arzt gehen würden. Dabei können starke, anhaltende Blähungen (nicht kommend und gehend) ein Anzeichen von Eierstockkrebs sein. Mediziner:innen raten darum allen Frauen, die an den meisten Tagen der vergangenen drei Wochen Blähungen hatten, zu ihrer Ärzt:in zu gehen.

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Welche Symptome verursacht Eierstockkrebs außerdem?

Das Tückische an Eierstockkrebs ist, dass er im Anfangsstadium keine Beschwerden verursacht. Zunächst haben Eierstocktumore durch ihre Lage im Körper viel Platz, um unbemerkt zu wachsen. 

Treten die ersten Symptome auf, ist der Tumor meist schon eine Weile gewachsen oder hat bereits Metastasen im Bauchraum gebildet – darum ist es besonders wichtig, möglichst frühzeitig Hilfe zu suchen, um im Ernstfall schnell mit der Behandlung beginnen zu können. 

Bei diesen Symptomen sollten Frauen außerdem wachsam sein: 

  • eine Zunahme des Bauchumfangs ohne Gewichtszunahme
  • Appetitlosigkeit oder ein auffallend schnell einsetzendes Sättigungsgefühl
  • ein verstärkter Harndrang 
  • Unterleibsschmerzen, Fremdkörpergefühl im Unterleib
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • extreme Müdigkeit 
  • Blutungen außerhalb der Regel oder nach den Wechseljahren

Leiden Frauen an einer Kombination mehrerer dieser Symptome, sollten sie direkt ihre Frauenärztin aufsuchen. Sind die Blähungen das einzige Symptom, ist die Hausärztin zunächst die richtige Adresse – denn hinter Blähungen können zahlreiche unterschiedliche Ursachen stecken, von denen die meisten harmlos sind.

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Blähungen: Diese Ursachen können außerdem dahinterstecken

Eine der Ursachen für Blähungen ist eine gestörte Darmflora, zu der es beispielsweise nach einer Antibiotika-Therapie kommen kann. Die Mikroorganismen im Darm haben unter anderem die Aufgabe, Gas abzuführen – fehlen diese Mikroorganismen, wird zu wenig Gas abgeführt und der Bauch ist aufgebläht. Treten die Blähungen in Folge einer Antiobiotika-Behandlung auf, kann es daher schon ausreichen, Probiotika einzunehmen, die die Darmflora wieder aufbauen.

Zudem können Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Laktose- oder Fruktoseintoleranz hinter den Blähungen stecken. Diese werden mit einem speziellen Atemtest diagnostiziert: Bevor und nachdem die Patientin ein Getränk mit Laktose oder Fruktose zu sich genommen hat, wird der Wasserstoffgehalt in der Atemluft gemessen – denn dieser gibt Aufschluss darüber, ob der Körper das jeweilige Nahrungsmittel gut verstoffwechseln kann oder ob eine Unverträglichkeit vorliegt.

Per Blut- und Stuhlprobe werden Entzündungswerte gemessen, die auf einen Bakterien- oder Parasitenbefall hinweisen können. Zudem lassen sich mittels im Zuge einer Darmspiegelung entnommener Gewebeproben Erkrankungen wie Zöliakie oder Darmtumoren ausschließen.

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Eierstockkrebs kommt glücklicherweise selten vor – dennoch ist es wichtig, die Warnzeichen zu kennen, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Quelle:

Persistent bloating can be a sign of ovarian cancer, warns charity, in: news-medical.net

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