Frau ohne Vagina – OP gibt Hoffnung

Kaylee Moats ist glücklich verliebt – nur eine Sache fehlt ihr noch in ihrer Partnerschaft: Sex. Denn die junge Frau hat keine Vagina. Doch eine OP könnte ihr helfen.

Als Kaylee Moats mit 18 Jahren immer noch nicht ihre Periode hatte, ging sie zu einem Arzt. Dieser stellte eine schockierende Diagnose: Kaylee leidet an dem sogenannten Mayer-von-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom (MRKH), das heißt sie hat keine Gebärmutter, keinen Muttermund und keine vaginale Öffnung. Dieses Syndrom ist sehr selten – etwa eine von 5.000 Frauen leidet daran.

Optisch unterscheidet sich Kaylees Vagina nicht von anderen – außer, dass sich dort, wo normalerweise eine Öffnung ist, nur eine Delle befindet. „Es war schwer in High School und College, wenn die Mädchen über ihre Periode sprachen“, erzählte sie der britischen Daily Mail. „Ich habe mich immer gefragt, wo der Tampon hinkommt, wenn ich meine Periode bekommen würde, weil ich nichts sehen konnte, wo ich ihn hintun könnte.“

 

Operation soll ihr eine Vagina verschaffen

Eine Beziehung kam für die junge Frau nach ihrer Diagnose nicht in Frage. Bis sie ihren jetzigen Freund Robbie Limmer traf. Die beiden verliebten sich sofort. „Ich brauchte ungefähr einen Monat, bevor ich ihm sagte, dass ich MRHK habe. Er war erst verwirrt, aber unterstützte mich und sagte, dass es nichts daran ändert, wie er mich sieht.“

Sex war für die beiden bisher keine Option – aber das könnte sich bald ändern. Denn Kaylee will sich einer Operation unterziehen, bei der sie eine vaginale Öffnung bekommt. Um die 15.000 Dollar aufzutreiben, die die OP kostet, ruft sie auf ihrer GoFundMe-Seite zu Spenden auf.

Ihren Kinderwunsch wird sich Kaylee auch nach dem Eingriff nicht erfüllen können,  jedenfalls nicht auf natürlichem Wege. Doch eine Familie möchte die junge Frau auf jeden Fall – über eine Leihmutterschaft oder eine Adoption.

© by WhatsBroadcast

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.