Forscher entdecken Anti-Gemüse-Gen

Verena Elson Medizinredakteurin
Ein Junge verweigert das Essen
„Nein, ich esse nur Chicken Nuggets“ – Eltern, die diesen oder einen ähnlichen Satz kennen, können beruhigt sein – wahrscheinlich liegt es nicht an ihrer Erziehung, wenn der Sprössling nur einen sehr begrenzten Speiseplan akzeptiert © iStock

Wenn Kinder einfach kein Gemüse essen wollen, liegt das nicht an der Erziehung der Eltern – und auch nicht an der fehlenden Einsicht der Kinder. Stattdessen sind die Gene schuld, so eine aktuelle Studie.

Wenn Ihr Kind regelmäßig alles Grüne auf dem Teller liegen lässt und stattdessen nur Pommes und Nudeln isst, liegt das vermutlich an seinen Genen, so das Ergebnis einer Studie, die kürzlich veröffentlicht wurde.

 

Zwei Genvarianten beeinflussen unser Essverhalten

Wissenschaftler der University of Illinois befragten Betreuer von 153 Zwei- bis Vierjährigen zu deren Essverhalten. Zudem nahmen sie Speichelproben der Kinder für DNA-Analysen.

Die Forscher identifizierten zwei Gene (TAS2R38 und CA6), die zumindest darüber mitentscheiden, ob Kinder wählerische Esser werden – das heißt, ob sie nur eine begrenzte Auswahl an Nahrungsmitteln zu sich nehmen und ob es bei den Mahlzeiten häufig zu Streit und Machtkämpfen mit Eltern oder anderen Betreuern kommt.

 

Bitterer Geschmack ist ausgeprägter

Beide Gene stehen mit der Wahrnehmung von bitterem Geschmack in Verbindung. Kinder mit den identifizierten Genvarianten seien besonders sensibel für bitteren Geschmack – da sei es kein Wunder, dass sie Rosenkohl und Brokkoli nicht viel abgewinnen könnten, erklären die Forscher in einer Pressemitteilung.

Doch selbst, wenn Ihr Kind eine genetische Veranlagung zu wählerischem Essen hat, gibt es einige Tricks, wie Sie ihm Gesundes schmackhaft machen können. Denn „versteckt“ in einer leckeren Pastasauce fällt der Geschmack von Sellerie oder Zucchini beispielsweise gar nicht auf. Probieren Sie es aus – die besten Tipps finden Sie hier.

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