Fitnessgerät Kind

Wer braucht ein Fitnessstudio, wenn er kleine Kinder hat? Das dachte sich Brent Kruithof und verwendete seine zwei kleinen Söhne kurzerhand als Gewichte. Sein Familien-Workout zeigt er in einem Video – nicht verpassen!

Brent Kruithof (32) aus Cincinnati war in seiner Schul- und Studienzeit sportlich sehr aktiv. Doch nach dem Abschluss bekam er einen Bürojob in einer großen Firma und plötzlich blieb im kaum noch Zeit, Sport zu machen. Gegenüber „DailyMail“ erzählt er: „In stressigen Zeiten schaffte ich es nicht so oft ins Fitness-Studio, wie ich wollte, und geriet schnell außer Form.“

Die Unzufriedenheit mit der Situation ließ ihn einen Entschluss fassen: Er gab seinen Bürojob auf und gründete stattdessen das Startup „Flyup Fitness“  – mit dem er sein selbst entwickeltes Fitnessgerät, das „Flyup“, vermarktete.

 

Marketingerfolg: Training mit Familie

Zunächst war der Erfolg mäßig, bis ein gewisses Video ins Spiel kam: Darin ist Kruithof zu sehen, wie er mit dem Flyup trainiert und seine beiden Söhne Giorgio (zwei) und Decker (neun Monate) in sein Trainingsprogramm einbezieht. Kruithof : „Wir haben vor dem Schlafengehen häufig kleine Trainingsstunden im Wohnzimmer, und wir fingen an, sie aufzuzeichnen.“

Er veröffentlichte das Video auf Facebook, wo es in kurzer Zeit knapp 23 Millionen mal angesehen wurde. Die Folge: Die Verkaufszahlen schossen in die Höhe. Zuschauer rund um den Globus reagierten begeistert und wandten sich in Kommentaren an den Familienvater – Kruithof und seine Familie waren überwältigt von der Resonanz.

 

„Kinder sind geboren, um aktiv zu sein“

Zum Mitmachen musste Kruithof seine Kinder nie motivieren. Aus seiner Sicht ist das ganz logisch: „Kinder sind geboren, um aktiv zu sein.“ Seit der Geburt seiner Söhne hat er zu Hause trainiert, und die Jungen lieben es, ihn nachzuahmen.

Kruithof möchte andere Familien animieren, auch gemeinsam aktiv zu werden. „Es gibt zwei verschiedene Denkweisen bei jungen Familien, wenn es ums Trainieren geht. Erstens: ‚Ich habe keine Zeit, Sport zu treiben, also versuche ich es erst gar nicht.’ Zweitens: ‚Ich treibe Sport, aber das führt dazu, dass ich weniger Zeit mit meinen Kindern verbringen kann.’“ Beide Denkweisen möchte Kruithof mit seinem Programm widerlegen. Denn kombiniert man Training und Familie, hat man Zeit gespart – und doppelt so viel Spaß.

 

Eltern können selbst kreativ werden

Allerdings: Um den gewünschten Effekt – Sportbegeisterung schon im Kindesalter – zu erreichen, ist es nur wichtig, mit den Kindern gemeinsam zu trainieren. Dabei müssen sich Eltern nicht etwa nach dem Programm von Kruithof richten und spezielle Fitnessgeräte sind auch nicht notwendig.

Eltern sollten dabei jedoch bedenken, dass Kinder bis zum Abschluss der Pubertät nicht mit Hanteln oder anderen Gewichten trainieren sollten, sondern nur Übungen absolvieren, bei denen ihr eigenes Körpergewicht als Widerstand dient.

Hamburg, 21. April 2016

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