Fisch macht Kinder intelligent

Stephanie Pingel Medizinredakteurin
Fisch
Fisch kann laut einer neuen Studie die Intelligenz von Kindern steigern und die Schlafqualität verbessern © iStock/Muratani

Dass Fisch gesund ist, ist bekannt. Auf Kinder hat er laut einer neuen Studie aber besonders positive Effekte: Er macht sie intelligenter und verbessert ihre Schlafqualität. PraxisVITA erklärt die Studienergebnisse und verrät, wie viel Fisch gegessen werden sollte, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Fisch wird nicht umsonst für eine ausgewogene Ernährungsweise empfohlen: Er steckt voller Proteine, Vitamine sowie Mineralien und enthält die besonders gesunden Omgea-3-Fettsäuren. Diese wirken sich unter anderem positiv auf das Herzkreislaufsystem, den Blutdruck und das Immunsystem aus. Mehrere Untersuchungen konnten außerdem zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren die Schlafqualität und die Intelligenz verbessern können. Laut einer neuen Studie zeigt sich dieser Effekt besonders bei Kindern: Wenn diese einmal in der Woche Fisch essen, schneiden sie demnach besser bei IQ-Tests ab und schlafen besser. Die Ergebnisse wurden im Magazin Scientific Reports veröffentlicht.

 

Fisch für den IQ

Für die Studie untersuchten Forscher um Jianghong Liu an der Pennsylvania State University sowie dem State College den Fischkonsum von insgesamt 541 chinesischen Kindern zwischen neun und 11 Jahren. Dazu füllten die Eltern Fragebögen aus, in denen angegeben werden musste, wie viel Fisch die Kinder pro Monat verzehrt hatten und wie ihr Schlafverhalten war. Dabei wurde nach der Schlafdauer, möglichen Schlafunterbrechungen und nach der Müdigkeit am Tag gefragt. Die Kinder absolvierten außerdem zur Messung ihres Intelligenzquotienten einen Intelligenztest. Das Ergebnis: Die Kinder, die mindestens einmal pro Woche Fisch aßen, erreichten durchschnittlich 4.8 Prozentpunkte mehr beim IQ-Test als diejenigen, die nur selten oder nie Fisch aßen. Kinder, die manchmal Fisch aßen (etwa ein- bis zweimal im Monat) erreichten im Vergleich immer noch 3.3 Punkte mehr. Zusätzlich litten die Kinder, die den meisten Fisch aßen, im Vergleich an weniger Schlafstörungen wie Durchschlafproblemen.

 

Warum guter Schlaf für Kinder wichtig ist

Besonders Konzentrationsschwierigkeiten und Gereiztheit sind eine häufige Folge von Schlafstörungen. „Schlafmangel begünstigt laut Untersuchungen aber auch unsoziales Verhalten“, so Co-Studienautor Prof. Adrian Raine, der an der Penn State´s Perelman School of Medicine arbeitet. „Wir haben bereits herausgefunden, dass eine Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren durch Nahrungsergänzungsmittel unsoziales Verhalten vermindern kann. Viel Fisch auf dem Speiseplan kann also auch in diesem Bereich helfen.“

Die Forscher weisen darauf hin, dass man Kindern bereits im Alter ab zwei Jahren Fisch vorsetzen kann – je früher, desto besser. Denn Kinder sind sensibel, was Gerüche angeht und wenn ihnen der strenge Fischgeruch nicht gefällt, sei es schwierig, sie später daran zu gewöhnen.

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