Fingernagelpilz: So werden Sie ihn los

Schöne Nägel statt Fingernagelpilz
Um nicht an Fingernagelpilz erkranken, können Sie aktiv etwas tun – für gesunde und schöne Nägel © Fotolia

Ähnlich wie bei den Füßen ist die Behandlung von Fingernagelpilz langwierig. PraxisVITA verrät, wie Sie der Infektion vorbeugen und sie im Ernstfall behandeln können.

 

Fingernagelpilz hat viele Ursachen

Nagelpilz ist lästig – ob er nun an den Händen oder den Füßen auftritt. Die Symptome unterscheiden sich kaum: Auch an den Fingern macht sich Nagelpilz durch gelbliche bis braune Verfärbungen und bröckelige Nägel bemerkbar. Für eine Infektion gibt es allerdings unterschiedliche Ursachen: Ein Grund für Fingernagelpilz, der heute recht häufig auftritt, sind die von Frauen gern verwendeten Gelnägel. Pilze können sich in winzigen Bläschen im dafür verwendeten Klebstoff vermehren. Je länger die Gelnägel getragen werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Infektion ausbreitet. Wird der künstliche Nagel abgelöst, kann es außerdem passieren, dass ein Teil des Naturnagels mit abreißt. Dadurch wird die Widerstandskraft der Nägel geschwächt – ein idealer Nährboden für Pilze. Übrigens ist es auch keine gute Idee, die befallenen Nägel mit künstlichen zu verstecken – so lässt sich der Nagelpilz nicht angemessen behandeln.

 

Mit der richtigen Pflege beugen Sie Fingernagelpilz vor

Neben dem Tragen von künstlichen Fingernägeln ist auch die falsche Pflege der Nägel eine häufige Ursache für Fingernagelpilz. Wichtig beim Feilen: Die Feile sollte unbedingt gerade angesetzt und immer nur in eine Richtung bewegt werden. Vermeiden Sie es, zu tief an den Seiten zu feilen – dadurch kann die Nagelhaut beschädigt werden. Da diese den Nagel vor Bakterien und Pilzen schützt, muss sie besonders sorgsam behandelt werden. Sie darf keinesfalls weggeschnitten, sondern nur sanft zurückgeschoben werden. Am besten weichen Sie die Hände dafür vor der Behandlung in einem Ölbad ein.

 

Fingernägel kauen: Angewohnheit mit unangenehmen Folgen

Davon abgesehen, dass es ohnehin eine schlechte Angewohnheit ist, an den Fingernägeln zu kauen, birgt es auch gewisse Gesundheitsrisiken. Wird die gesamte Nagelspitze abgekaut, kann auch der natürliche Schutzschild des Nagels angegriffen werden. Dadurch können sich Keime leichter einnisten und Erkrankungen wie Fingernagelpilz werden begünstigt.

Um Fingernagelpilz an der Ausbreitung zu hindern, sollte die Wäsche bei 90 Grad gewaschen werden
Pilzsporen sind recht resistent, was Hitze angeht – waschen Sie Ihre Kleidung, Bettwäsche und Co. daher besser bei 90 Grad© Fotolia
 

Fingernagelpilz richtig behandeln

Die Behandlung von Nagelpilz an den Fingern unterscheidet sich nicht sonderlich von der Behandlung an den Füßen: In Absprache mit dem Hautarzt können medizinische Lacke oder Salben gegen Nagelpilz eingesetzt werden. Bei starkem Befall kann der Arzt auch Tabletten gegen Nagelpilz verschreiben, um die Infektion sozusagen von innen zu bekämpfen. Eine erste Besserung wird wahrscheinlich zeitnah eintreten, bis der Fingernagelpilz allerdings ganz verschwunden ist, kann es mehrere Monate dauern. Da sich die Infektion außerdem leicht über Textilien und Schuhe ausbreiten kann, sollte besonders auf die Hygiene geachtet werden: Die Sporen von Nagelpilz überstehen eine Waschtemperatur von 60 Grad. Deshalb sollten alle Kleidungsstücke, die mit dem Pilz in Berührung gekommen sind, bei 90 Grad gewaschen werden.

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