Fibrom-Ursache ist meist ein Fehler im Keimgewebe

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Ursache von Fibromen ist je nach Unterart sehr vielfältig. Oftmals liegt ihnen ein Fehler in der Entwicklung des embryonalen Keimgewebes zugrunde, was zu einer überschießenden Vermehrung von Gewebe führt. Mediziner bezeichnen solche Neubildungen, die auf eine Fehlbildung embryonalen Gewebes zurückgehen, als Hamartome.

Zu den Hamartomen gehören auch die häufigen weichen Fibrome. Sie treten unabhängig vom Geschlecht, jedoch vermehrt ab dem 30. Lebensjahr auf.

 

Fibrom-Ursache kann ein Insektenstich sein

Die Ursache von einem harten Fibrom scheint eine Reaktion auf Verletzungen der Haut zu sein, wie sie durch Insektenstiche, Haarbalg-Entzündungen (Follikulitiden), Dornen von Pflanzen oder andere äußere Verletzungen geschehen können. Ständige mechanische Reize, zum Beispiel eine gereizte Mundschleimhaut durch Zahnprothesen oder scharfe Zahnkanten, können darüber hinaus zur Bildung eines sogenannten Reizfibroms führen. Es ähnelt meist der Beschaffenheit von weichen Fibromen.

Selbst kleinste Hautverletzungen, wie z.B. ein Insektenstich, können eine Fibrom-Ursache darstellen
Selbst kleinste Hautverletzungen, wie z.B. ein Insektenstich, können eine Fibrom-Ursache darstellen© IStock

Personen, die von einem systemischen Lupus erythematodes oder Aids betroffen sind, entwickeln genauso oft sogenannte Dermatofibrome (harte Fibrome), wie Menschen, die beispielsweise nach einer Transplantationen ihr Immunsystem medikamentös unterdrücken müssen.

 

Erbliche Erkrankungen als Fibrom-Ursache

In manchen Fällen sind Fibrome auch das Symptom anderer, vor allem erblich bedingter Erkrankungen. So kommen zum Beispiel Angiofibrome der Wangen und Nase bei der Tuberösen Sklerose – einer Erbkrankheit, die mit verschiedenen Fehlbildungen und Tumoren einhergeht – vor. Die sogenannten Neurofibromatosen gehen regelhaft mit den namensgebenen Neurofibromen – also Fibromen der Nerven – einher. Perifollikuläre Fibrome werden in einigen Fällen zusammen mit bestimmten gutartigen Darmtumoren, den Darmpolypen, beobachtet. Aber auch Menschen, die unter dem sogenannten Cowden-Syndrom und Neurofibromatose Typ 1 (Morbus Recklinghausen) leiden, neigen eher dazu, Hamartome zu entwickeln. Hier handelt es sich ebenfalls um erbliche Faktoren, die die Fibrom-Entwicklung beeinflussen.

Ursache des Narbenkeloids als Sonderform der Fibrome, ist eine – vor allem bei dunkelhäutigen Menschen häufige – Komplikation nach Operationen, schweren Verbrennungen oder Hautinfektionen.

 
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