Was ist ein Fibrom?

Redaktion PraxisVITA

Fibrome sind gutartige Knoten, die aus Bindegewebe bestehen. Lesen Sie hier alles über Behandlung, Symptome und Entfernung von Fibromen.

Bildausschnitt eins Hautabschnittes mit einem Fibrom
Fibrome können an vielen Stellen am Körper auftreten Foto:  IStock
Inhalt
  1. Was ist ein Fibrom?
  2. Warum entstehen Fibrome?
  3. Fibrom: Formen und Arten
  4. Fibrom Symptome
  5. Fibrom -Behandlung und Diagnose bei Stielwarzen
  6. Fibrome entfernen
 

Was ist ein Fibrom?

Fibrome sind gutartige Knoten („Neubildungen“), die aus Binde- oder anderem Stützgewebe bestehen. Ein Fibrom ist Ausdruck einer überschießenden Aktivität von Zellen, die Bindegewebe bilden, den sogenannten Fibroblasten. Diese Zellen befinden sich in allen Bindegeweben des menschlichen Körpers. Ein Fibrom ist gutartig, also kein Krebs. Es gibt allerdings auch bösartige Bindegewebsknoten, die als Fibrosarkom bezeichnet und von den Fibromen abgegrenzt werden.
Wo kommen Fibrome vor? Fibrome kommen in der Regel vereinzelt und nur an bestimmten Stellen des Körpers vor; wenn sie sich hingegen über den ganzen Körper erstrecken, sprechen Mediziner von Fibromatose.

 

Warum entstehen Fibrome?

Meist entsteht ein Fibrom ohne erkennbare Ursache auf der Hautoberfläche. Eine Behandlung ist häufig nicht erforderlich, da Fibrome in der Regel keinerlei Beschwerden verursachen. Trotzdem empfiehlt es sich, vor allem bei neu aufgetretenen Knoten, einen Arzt aufzusuchen – harmlose Fibrome kann er oft schon auf einen Blick erkennen. 

 
 

Fibrom: Formen und Arten

Nach dem Ort ihres Entstehens oder der geweblichen Beschaffenheit werden Fibrome in verschiedene Unterarten eingeteilt.

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  • Weiches Fibrom: Stielwarze

Weiche Fibrome (Fibroma molle) sind meist mit Stiel versehene Ausstülpungen (Fibroma pendulum) der Haut, die sich sonst im Aussehen nur wenig bis gar nicht vom umliegenden Gewebe unterscheiden. Diese Anhängsel befinden sich bevorzugt an den Augenlidern, am Hals oder an den Achseln fast jeden Menschens im mittleren Alter. Sie können wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß und manchmal auch bräunlich gefärbt sein. Bei weichen Fibromen spricht man auch umgangssprachlich von Stielwarzen, da sie häufig stielartig von der Haut abstehen.

  • Hartes Fibrom

Harte Fibrome (Fibroma durum) ragen hingegen nur gering über das Hautniveau heraus (Papel), da sich das Bindegewebe hier in einer tieferen Hautschicht vermehrt. Sie können hautfarben, rosa oder braun gefärbt sein und treten vornehmlich an den Beinen auf.

  • Gefäßreiche Fibrome (Angiofibrome)

Gefäßreiche Fibrome sind aufgrund ihrer übermäßigen Durchblutung häufig rötlich gefärbt. Sie befinden sich meist auf den Wangen und der Nase. Auf den Händen können sie als längliche Variante vorkommen.

  • Perifollikuläre Fibrome

Peridollikuläre Fibrome entstehen im Bereich von Haarfollikeln und präsentieren sich, wie harte Fibrome, nur wenig über das Hautniveau erhaben.

  • Neurofibrome

Neurofibrome sind vom Nervensystem ausgehende Gewebevermehrungen, die sowohl als Anhängsel als auch in der Haut vorkommen. Ihr vermehrtes Auftreten ist häufig mit anderen Erkrankungen vergesellschaftet.

  • Knochenfibrome

Zum Stützgewebe gehört auch das Knochen- und Knorpelgewebe, sodass sich auch hier Fibrome bilden können. Sie sind jedoch deutlich seltener als Fibrome der Haut. Am Knochen kommt das sogenannte nicht-ossifizierende Knochenfibrom vor, der häufigste gutartige Knochentumor. Meist wird es zufällig bei einer Röntgen-Untersuchung der Beine diagnostiziert und bildet sich von alleine zurück. Vorwiegend im Bereich des Schienbeins bei Kindern, und des Unterkiefers bei Erwachsenen, entsteht das sogenannte knochenbildende ossifizierende Knochenfibrom.

  • Fibrom im Mund

Auch sogenannte Reizfibrome, die sich im Mundbereich, z.B. im Bereich der Wange, auf der Zunge oder dem Zahnfleisch bilden können, werden von Betroffenen als sehr unangenehm empfunden. Diese Reizfibrome werden meist durch Zahnprothesen oder scharfe Zahnkanten ausgelöst, sind klein, begrenzt und "hubbelig". Von der Farbe her ähnelt ein Reizfibrom sehr dem umliegenden Gewebe. Die große Mehrheit der Fibrome allerdings ist harmlos und bereitet keine Beschwerden.

 

Fibrom Symptome

Ein Fibrom steht meist von der Haut ab, deshalb wird es auch als Stielwarze bezeichnet. Meist sind die Hautwucherungen hautfarben. Werden sie allerdings gedreht, kann es passieren, dass Blutgefäße verletzt werden und sie deshalb blau-rötlich oder sogar schwarz anlaufen. Vor allem sehr große oder besonders viele Fibrome können das Aussehen erheblich beeinträchtigen. Manche Fibrome gehen mit Symptomen wie einer Schmerz- und Druckempfindlichkeit einher, wenn sie berührt werden. Unter den Fibromen bereiten am ehesten sogenannte Neurofibrome solche Symptome. Ein Narbenkeloid kann starken Juckreiz verursachen und schmerzen, und in ausgeprägten Fällen auch die Beweglichkeit einschränken.

 

Fibrom -Behandlung und Diagnose bei Stielwarzen

Um eine genaue Diagnose zu stellen, kann der Hautarzt (Dermatologe) die Geschwulst mit einem speziellen Lupeninstrument (Dermatoskop) genauer untersuchen. Wenn weiterhin keine Klarheit besteht, ob es sich um ein Fibrom handelt oder nicht, kann der Dermatologe eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen. Dabei wird in der Regel die Geschwulst in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) vollständig entfernt und das Gewebe anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

 

Fibrome entfernen

Da Fibrome häufig an sichtbaren Stellen des Körpers liegen, können sie ein ästhetisches Problem darstellen. Falls gewünscht, kann eine Stielwarze zur Behandlung operativ entfernt werden. Die Entfernung eines Fibroms ist wenig aufwendig und komplikationsarm. Trotzdem sollten Sie es auf jeden Fall vermeiden, Stielwarzen selbst zu entfernen, da hierbei eine höhere Infektionsgefahr gegeben ist. Mittlere und große Fibrome werden vom Arzt in örtlicher Betäubung herausgeschnitten (Exzision). Kleinere Stielwarzen lassen sich auch ohne Betäubung durch eine Pinzette entfernen. Bei harten Fibromen kann dies eine Narbe nach sich ziehen, weiche Fibrome heilen meist narbenlos.

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Fibrome vereisen

Darüber hinaus gibt es Verfahren zur Kältebehandlung (Kryotherapie), Laserchirurgie, Bestrahlung (weiche Röntgenstrahlen) oder Abschabung der Haut (Dermabrasion), um Stielwarzen zu entfernen. Diese sind jedoch den selteneren, spezielleren Unterarten der Fibrome vorbehalten.

Quellen:

Hardy, R., & Lehrer, H. (1967). Desmoplastic fibroma vs. Desmoid tumor of bone: two cases illustrating a problem in differential diagnosis and classification. Radiology, 88(5), 899-901.

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