Fibrom (Stielwarze): Bilder, Symptome, Ursachen

Redaktion PraxisVITA

Fibrome sind gutartige Knoten, die aus Bindegewebe bestehen. Sie fallen meist deshalb auf, da die schmerzlosen Hautanhängsel gut sicht- und tastbar sind. Häufig tritt ein Fibrom am Hals, im Achselbereich, in der Leistengegend und bei Frauen unterhalb der Brüste auf. 

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Behandlung

Meist entsteht ein Fibrom ohne erkennbare Ursache auf der Hautoberfläche. Eine Behandlung ist häufig nicht erforderlich, da Fibrome in der Regel keinerlei Beschwerden verursachen. Trotzdem empfiehlt es sich, vor allem bei neu aufgetretenen Knoten, einen Arzt aufzusuchen – harmlose Fibrome kann er oft schon auf einen Blick erkennen. Eine mögliche Behandlung besteht in der Entfernung des Fibroms.

Was ist ein Fibrom?

Fibrome sind gutartige Knoten („Neubildungen“), die aus Binde- oder anderem Stützgewebe bestehen. Ein Fibrom ist Ausdruck einer überschießenden Aktivität von Zellen, die Bindegewebe bilden, den sogenannten Fibroblasten. Diese Zellen befinden sich in allen Bindegeweben des menschlichen Körpers.

Ein Fibrom ist gutartig, also kein Krebs. Es gibt allerdings auch bösartige Bindegewebsknoten, die als Fibrosarkom bezeichnet und von den Fibromen abgegrenzt werden. Fibrome kommen in der Regel vereinzelt und nur an bestimmten Stellen des Körpers vor; wenn sie sich hingegen über den ganzen Körper erstrecken, sprechen Mediziner von Fibromatose.

Bei einem Firbom handelt es sich um einen gutartigen Knoten / Hautzipfel, der aus Binde- oder anderem Stützgewebe besteht
Bei einem Fibrom handelt es sich um einen gutartigen Knoten/Hautzipfel, der aus Binde- oder anderem Stützgewebe besteht© iStock
 

Was sind die Symptome bei einem Fibrom?

Fibrom: Symptome

Ein Fibrom steht meist von der Haut ab, deshalb wird es auch als Stielwarze bezeichnet. Meist sind die Hautwucherungen hautfarben. Werden sie allerdings gedreht, kann es passieren, dass Blutgefäße verletzt werden und sie deshalb blau-rötlich odersogar schwarz anlaufen.

Vor allem sehr große oder besonders viele Fibrome können das Aussehen erheblich beeinträchtigen. Manche Fibrome gehen mit Symptomen wie einer Schmerz- und Druckempfindlichkeit einher, wenn sie berührt werden.

Unter den Fibromen bereiten am ehesten sogenannte Neurofibrome solche Symptome. Ein Narbenkeloid kann starken Juckreiz verursachen und schmerzen, und in ausgeprägten Fällen auch die Beweglichkeit einschränken.

Auch sogenannte Reizfibrome, die sich im Mundbereich, z.B. im Bereich der Wange, auf der Zunge oder dem Zahnfleisch bilden können, werden von Betroffenen als sehr unangenehm empfunden. Diese Reizfibrome werden meist durch Zahnprothesen oder scharfe Zahnkanten ausgelöst, sind klein, begrenzt und "hubbelig". Von der Farbe her ähnelt ein Reizfibrom sehr dem umliegendem Gewebe.

Die große Mehrheit der Fibrome allerdings ist harmlos und bereitet keine Beschwerden.

Typische Fibrom-Symptome gibt es nicht, da die Hautzipfel meist schmerzlos sind
Besonders große oder viele Fibrome können das Aussehen erheblich beeinträchtigen © IStock
 

Wie werden Fibrome unterteilt?

Nach dem Ort ihres Entstehens oder der geweblichen Beschaffenheit, werden Fibrome in verschiedene Unterarten eingeteilt.

  • Weiche Fibrome (Fibroma molle) sind meist mit Stiel versehene Ausstülpungen (Fibroma pendulum) der Haut, die sich sonst im Aussehen nur wenig bis gar nicht vom umliegenden Gewebe unterscheiden. Diese Anhängsel befinden sich bevorzugt an den Augenlidern, am Hals oder an den Achseln fast jeden Menschens im mittleren Alter. Sie können wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß und manchmal auch bräunlich gefärbt sein.
  • Harte Fibrome (Fibroma durum) ragen hingegen nur gering über das Hautniveau heraus (Papel), da sich das Bindegewebe hier in einer tieferen Hautschicht vermehrt. Sie können hautfarben, rosa oder braun gefärbt sein und treten vornehmlich an den Beinen auf.
  • Gefäßreiche Fibrome (Angiofibrome) sind aufgrund ihrer übermäßigen Durchblutung häufig rötlich gefärbt. Sie befinden sich meist auf den Wangen und der Nase. Auf den Händen können sie als längliche Variante vorkommen.
  • Perifollikuläre Fibrome entstehen im Bereich von Haarfollikeln und präsentieren sich, wie harte Fibrome, nur wenig über das Hautniveau erhaben.
  • Neurofibrome sind vom Nervensystem ausgehende Gewebevermehrungen, die sowohl als Anhängsel als auch in der Haut vorkommen. Ihr vermehrtes Auftreten ist häufig mit anderen Erkrankungen vergesellschaftet.
Der Hautarzt kann Fibrome zweifelsfrei von anderen Hautknoten unterscheiden
Der Hautarzt kann ein Fibrom zweifelsfrei von anderen Hautknoten unterscheiden © shutterstock
 

Wo kann sich ein Fibrom noch bilden?

Zum Stützgewebe gehört auch das Knochen- und Knorpelgewebe, sodass sich auch hier Fibrome bilden können. Sie sind jedoch deutlich seltener als Fibrome der Haut. Am Knochen kommt das sogenannte nicht-ossifizierende Knochenfibrom vor, der häufigste gutartige Knochentumor. Meist wird es zufällig bei einer Röntgen-Untersuchung der Beine diagnostiziert und bildet sich von alleine zurück. Vorwiegend im Bereich des Schienbeins bei Kindern, und des Unterkiefers bei Erwachsenen, entsteht das sogenannte knochenbildende ossifizierende Knochenfibrom.

Ursachen
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.