Stielwarzen entfernen: Aus medizinischen Gründen selten notwendig

Redaktion PraxisVITA

Stielwarzen sind harmlose, gutartige Knoten, die zudem meist einzeln und ohne jegliche Symptome auftreten. Das überschießende Wachstum reicht in der Regel nicht über Erbsengröße hinaus. Eine Behandlung ist aus medizinischer Sicht deshalb in der Regel nicht notwendig. Sie möchten dennoch Ihre Stielwarzen entfernen? Dann informieren Sie sich hier!

Eine Fibrom-Behandlung ist aus medizinischer Sicht meist nicht notwendig
Es ist aus medizinischer Sicht oft nicht notwendig, Stielwarzen entfernen zu lassen. Wird die Hautwucherung jedoch aus kosmetischer Sicht behandelt, ist dieser Eingriff schmerzlos © iStock
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Behandlung
 

Kann ich selbst Stielwarzen entfernen?

Da Fibrome häufig an sichtbaren Stellen des Körpers liegen, können sie ein ästhetisches Problem darstellen. Ein Großteil der Menschen kann spätestens ab dem mittleren Alter von diesem Problem berichten. Falls gewünscht, kann eine Stielwarze zur Behandlung operativ entfernt werden. Die Entfernung eines Fibroms ist wenig aufwendig und komplikationsarm. Trotzdem sollten Sie es auf jeden Fall vermeiden, Stielwarzen selbst zu entfernen, da hierbei eine höhere Infektionsgefahr gegeben ist. Scheuen Sie sich auch nicht, aus Scham zum Arzt zu gehen!

 

Entstehen beim Entfernen von Stielwarzen Narben?

Mittlere und große Fibrome werden vom Arzt in örtlicher Betäubung herausgeschnitten (Exzision). Kleinere Stielwarzen lassen sich auch ohne Betäubung durch eine Pinzette entfernen. Bei harten Fibromen kann dies eine Narbe nach sich ziehen, weiche Fibrome heilen meist narbenlos.

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Lassen sich Stielwarzen mithilfe von Vereisung entfernen?

Darüber hinaus gibt es Verfahren zur Kältebehandlung (Kryotherapie), Laserchirurgie, Bestrahlung (weiche Röntgenstrahlen) oder Abschabung der Haut (Dermabrasion), um Stielwarzen zu entfernen. Diese sind jedoch den selteneren, spezielleren Unterarten der Fibrome vorbehalten.

Um Fibrome dauerhaft zu entfernen ist eine Lasertherapie beim Hautarzt notwendig
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Diese Therapien gegen Fibrome & Co. sollten Sie kennen

 

Stielwarze – bin ich betroffen?

Fühlen Sie sich unsicher bezüglich einer verdächtigen Hautveränderung, werden Sie sowohl bei einem Hautarzt als auch bei Ihrem Hausarzt erfahren, ob es sich um ein Fibrom handelt. Besonders bei Veränderungen eines langjährig bestehenden Knotens oder neu aufgetretenen Auffälligkeiten sollten Sie sich nicht scheuen, zur Diagnose einen Arzt aufzusuchen.

Mithilfe eines sogenannten Dermatoskops kann der Hautarzt eine genaue Fibrom-Diagnose stellen
Mithilfe eines sogenannten Dermatoskops kann der Hautarzt eine genaue Fibrom-Diagnose stellen © Istock

Beschaffenheit des Knotens liefert Rückschlüsse

Häufig kann der Hautarzt eine Fibrom-Diagnose schon auf den ersten Blick stellen. Der Dermatologe wird dabei auf die Größe, Farbe, Form, Struktur und Ränder der Hautveränderung achten. Zusätzlich kann die Beschaffenheit des Knotens beim Betasten (Palpation) Rückschlüsse auf ein Fibrom liefern.

Ein gestielter kleiner Tumor, weich und hautfarben, weist stark auf ein weiches Fibrom hin. Der Arzt kann ein paar Tests durchführen: Sinkt das Zentrum des Fibroms beim Zusammendrücken mit zwei Fingern ein, liegt ein hartes Fibrom nahe (Dimple-Phänomen). Neurofibrome hingegen können typischerweise komplett in das Hautniveau gedrückt werden (Klingelknopf-Phänomen).

Dermatologe sichert Stielwarzen-Diagnose

Um eine genaue Diagnose zu stellen, kann der Hautarzt (Dermatologe) die Geschwulst mit einem speziellen Lupeninstrument (Dermatoskop) genauer untersuchen. Wenn weiterhin keine Klarheit besteht, ob es sich um ein Fibrom handelt oder nicht, kann der Dermatologe eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen. Dabei wird in der Regel die Geschwulst in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) vollständig entfernt und das Gewebe anschließend unter dem Mikroskop untersucht.

Lässt sich Stielwarzen vorbeugen?

Die Entstehung von Stielwarzen lässt sich generell wenig beeinflussen und somit nicht vorbeugen. Allerdings gibt es ein paar begünstigende Faktoren, denen Sie aufmerksam begegnen können.

Um der Entstehung eines Fibroms vorzubeugen, sollten Sie kleine Hautverletzungen, wie z.B. Schnittwunden, möglichst vermeiden
Um der Entstehung einer Stielwarze vorzubeugen, sollten Sie kleine Hautverletzungen, wie z.B. Schnittwunden, möglichst vermeiden © istock

Begünstigende Faktoren für die Entstehung von Stielwarzen:

  • zunehmendes Alter (Fibrome treten vermehrt ab dem 30. Lebensjahr auf)
  • familiäre Belastung
  • Neigung zur Entwicklung von Fibromen (zum Beispiel Fibromatosen)
  • Insektenstiche
  • Entzündungen (beispielsweise Follikulitis)
  • Verletzungen (wie Stich- oder Schnittwunden)
  • Strukturschäden der Haut (zum Beispiel Zysten)
  • ständige Reizung (beispielsweise durch Prothesen, vor allem im Mund)

VIDEO: Was ist ein Fibrom?

 
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