Fettige Haare Fettige Haare: Was sind die Ursachen?

Redaktion PraxisVITA
Frau vor dem Spiegel fasst sich ins Haar
Ursachen für fettige Harre gibt es viele – PraxisVITA erklärt welche das sind und was Sie gegen das Problem tun können © iStock/PeopleImages
Inhalt
  1. Wie entstehen fettige Haare? 
  2. Fettige Haare: Hormone steuern die Talgproduktion
  3. Stress begünstigt fettige Haare
  4. Fettige Haare durch intensives Bürsten 
  5. Verursacht tägliches Haare waschen fettige Haare?
  6. Glatte Haare werden schneller fettig
  7. Fettige Haare: Fazit   
 

Wie entstehen fettige Haare? 

In der Kopfhaut befinden sich tausende von Talgdrüsen. Sie liegen direkt neben jedem einzelnen Haar und produzieren Lipide. Das sind dünnflüssige Fette, die eine wichtige Aufgabe haben: Der abgesonderte Talg macht Kopfhaut und Haar wasserabstoßend, glänzend und geschmeidig. Zu wenig davon sorgt dafür, dass die Haare brüchig, spröde und stumpf werden. Der auch „Sebum“ genannte Talg schützt außerdem die Kopfhaut, indem der dünne Fettfilm ein robustes Hautmilieu schafft – eine gesunde Barrierefunktion gegen Bakterien und andere schädliche Umwelteinflüsse.

Wenn aber dauerhaft zu viel Sebum produziert wird, spricht man von einer sogenannten “Seborrhoe”. Der dabei entstehende dicke Fettfilm macht die Haare schwer. Die Folge: Die Frisur verliert an Fülle und Volumen, fällt strähnig und glänzend in sich zusammen. Aber warum leiden manche Menschen unter fettigen Haaren, während andere über trockene und störrische Haare klagen?

Eine erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut kann mehrere Ursachen haben. Dazu gehören

•    Genetische Veranlagung,
•    Hormone, 
•    Ernährung, 
•    Stress, 
•    Pflegeprodukte.

 

Fettige Haare: Hormone steuern die Talgproduktion

Neben den Genen spielen die Hormone bei der Talgproduktion eine tragende Rolle: Androgene (männliche Geschlechtshormone) regen beispielsweise die Produktion an, während Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) die Talgproduktion hemmen. Kommt die Balance durcheinander, kann das zu fettigen Haaren führen. Dieses Phänomen tritt vor allem in der Pubertät auf. Aber selbst im Erwachsenenalter kann sich das Gleichgewicht der Hormone verschieben. Bei Frauen meist im Rhythmus der Periode.

 

Stress begünstigt fettige Haare

Stresshormone können die Talgproduktion in den Haarfollikeln stimulieren und zusätzlich Entzündungen fördern. Zu viel Stress, zu wenig Schlaf und eine schlechte Ernährung begünstigen die Überproduktion von Talg. Vor allem Frauen reagieren hormonell besonders empfindlich darauf, da bei Stress auch verstärkt Androgene ausgeschüttet werden. 

Junge Frau bürstet sich ihre Haare vor dem Spiegel
Häufiges Bürsten ist eine mögliche Ursache für fettiges Haar  © iStock/vadimguzhva
 

Fettige Haare durch intensives Bürsten 

Auch intensives Bürsten verstärkt das Problem fettiger Haare. Zum einen wird dabei der Talg vom Haaransatz bis in die Haarlängen gezogen. Zum anderen regt das Bürsten die Talgproduktion selbst an, da die Kopfhaut massiert und deshalb besser durchblutet wird. 

 

Verursacht tägliches Haare waschen fettige Haare?

Weit verbreitet ist die Annahme, dass tägliches Haare waschen die Seborrhoe grundsätzlich verstärkt. Wenn Sie jedoch das richtige Shampoo für Ihren Haartyp nutzen, ist tägliches Waschen unproblematisch. Welche Pflegeprodukte für Sie geeignet sind, kann auch der Hautarzt feststellen. 

Problematischer sind (Föhn-)Hitze und Kälte: Während Kälte die Talgproduktion vermindert, kurbelt Wärme sie an. 
Menschen, die zu fettigen Haaren neigen, reagieren auf diese Reize besonders sensibel. Bereits das Tragen einer engen Mütze kann bei ihnen die Talgproduktion verstärken.

Frau mit schwarzen Locken föhnt sich die Haare
Lockiges Haar wird nicht so schnell fettig wie glattes © iStock/PeopleImages
 

Glatte Haare werden schneller fettig

Bei einer üppigen Lockenpracht macht sich eine überschüssige Talgproduktion nicht so schnell bemerkbar. Das liegt daran, dass der Talg sich nicht so leicht verteilen kann wie bei glatten Haaren. Zudem haben glatte Haare direkten Kontakt zueinander, wodurch sich das Fett leichter verteilen kann.

 

Fettige Haare: Fazit   

Die Ursachen für fettige Haare sind vielseitig. Einige Faktoren können sie beeinflussen, andere wiederum nicht. Fakt ist aber: Eine fettige Kopfhaut reagiert empfindlich auf äußere Reize. Deshalb gilt sowohl bei der Pflege als auch bei den vermeidbaren Strapazen: So wenig wie möglich – und so viel wie nötig.
 

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