Ferrum phosphoricum: Entzündungen bekämpfen

Julia Rommelfanger Medizinjournalistin

Ferrum phosphoricum ist eines der bekanntesten homöopathischen Mittel gegen grippale Infekte mit Fieber. Empfohlen wird sein Einsatz insbesondere im akuten Anfangsstadium von entzündlichen Prozessen, wie Hals- oder Mittelohrentzündungen.

Ärztin tastet Hals einer Patientin ab
Ferrum phosphoricum wird vor allem bei Infekten der Atemwege eingesetzt Foto:  iStock/BakiBG
Inhalt
  1. Ferrum phosphoricum: Was ist es?
  2. Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Ferrum phosphoricum angewandt?
  3. Ferrum phosphoricum: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?
  4. Ferrum phosphoricum: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?
 

Ferrum phosphoricum: Was ist es?

Das auch als Schüßler-Salz verwendete Ferrum phosphoricum (phosphorsaures Eisen) ist eine chemische Verbindung von Eisen und Phosphor und zählt zu den bekanntesten homöopathischen Arzneimitteln gegen Infekte, insbesondere der Atemwege. Es soll Entzündungen hemmen, speziell zu Erkrankungsbeginn.

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Einsatzbereiche: Bei welchen Beschwerden wird Ferrum phosphoricum angewandt?

Eingesetzt wird Ferrum phosphoricum bei akuten Krankheiten und körperlichen Zuständen, vor allem bei Infekten wie Halsentzündungen oder Mittelohrentzündungen und bei hohem Fieber. Am besten soll dieses homöopathische Arzneimittel wirken, wenn es im anfänglichen Stadium einer Entzündung eingenommen wird, speziell wenn sie die oberen und unteren Atemwege betrifft. Auch grippale Infekte im Anfangsstadium zählen zu den Anwendungsgebieten. Diese begleitenden Symptome und Beschwerden weisen darauf hin, dass die Behandlung einer Erkältung mit Ferrum phosphoricum laut homöopathischer Lehre sinnvoll sein könnte:

  • Ohrenschmerzen
  • Kehlkopfentzündungen
  • Entzündungen der Nasen-Nebenhöhlen
  • Entzündungen im Bereich des Mundes, Rachens oder der Bronchien
  • heftiger Fließschnupfen.
 

Ferrum phosphoricum: Welche Dosierung und Anwendung werden empfohlen?

Üblicherweise wird das Mittel in Form von Streukügelchen (Globuli) angewandt. Man erhält Ferrum phosphoricum aber auch in Tropfen- oder Tablettenform. Das homöopathische Ferrum phosphoruicum gibt es in allen üblichen Potenzen; das Schüßler-Salz Nr. 3, wie alle Schüßler-Salze, nur in den Potenzen D3, D6 und D12.

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Homöopathie Welche Globuli helfen bei einer Erkältung?

Für die Selbstbehandlung mit Globuli werden am häufigsten Dosierungen mit den Potenzen D6, C6 oder D12 empfohlen. Für die Anwendung sollten zu Beginn eines Infekts mehrmals täglich drei Globuli unter die Zunge gelegt werden, sodass sie dort zergehen. In den Potenzen D6 und C6 sollte Ferrum phosphoricum höchstens sechsmal, in der Potenz D12 nicht mehr als zweimal am Tag eingenommen werden. Für bereits länger anhaltende Beschwerden eignet sich auch die Potenz C30. Allerdings sollte man bei dieser höheren Potenz zwischen den Gaben beobachten, ob sich eine Besserung zeigt und das Mittel danach nicht mehr einnehmen. Deutlich höhere Potenzen wie C200, die sich nur für chronische Erkrankungen oder schwerwiegende Beschwerden eignen, sollten nie als Selbsttherapie, sondern nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingenommen werden.

 

Ferrum phosphoricum: Was gilt für die Anwendung bei Baby und Kind?

Ferrum phosphoricum wird auch bei erkälteten Kindern eingesetzt. Zur Behandlung dient es zudem bei Kindern mit plötzlichem Fieber, die aber ansonsten wenig gesundheitlich angeschlagen scheinen und keine eindeutigen Erkrankungsanzeichen zeigen. Häufige Symptome sind Schwäche und Erschöpfung, ein abwechselnd blasses und gerötetes Gesicht, Nasenbluten oder ein gerötetes Trommelfell. Babys, die jünger als ein Jahr sind, erhalten ein Streukügelchen. Ein- bis Dreijährige erhalten zwei, Kinder ab drei Jahre drei Globuli.

Hinweis: Die spezifische Wirksamkeit von Homöopathie wird in der Wissenschaft diskutiert. Dennoch ist Homöopathie als sanfte Heilmethode sehr beliebt.

Quellen:

Ferrum phosphoricum, in: Deutsches Netzwerk für Homöopathie

Ferrum phosphoricum - Eisenphosphat, in: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte

Stumpf, W. (2008): Homöopathie. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

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