Feinstaubalarm? So schützen Sie sich

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Atemwege
  3. 3. Herz & Gefäße
  4. 4. Gehirn & Haut
  5. 5. Feinstaub-Quellen
  6. 6. So schützen Sie sich vor Feinstaub

Kaum ist der Sommer da, bringt er nicht nur wärmende Sonnenstrahlen mit sich, sondern leider auch schädliche UV- und Ozonwerte. Durch die steigenden Temperaturen nehmen auch die Schmutz- und Schadstoffkonzentrationen in der Luft zu – kein Wunder, dass wir uns an versmogten Tagen abends müde und ausgelaugt fühlen. Der Grund: Feinstaubalarm.

 

So vermeiden Sie Feinstaubalarm Zuhause

 

Stoßlüften

Lassen Sie nicht den ganzen Tag das Fenster offen stehen. So können jede Menge Feinstaubpartikel in die Wohnräume eindringen und für Feinstaubalarm sorgen. Besonders wer an einer stark befahrenen Straße wohnt, sollte besser mehrmals am Tag für jeweils fünf bis zehn Minuten bei komplett geöffneten Fenstern stoßlüften. Achten Sie dabei darauf, dass Sie das außerhalb der Hauptverkehrszeit tun. Wollen Sie dennoch länger lüften, tun sie das am besten nachts, wenn wenig Autos unterwegs sind und weniger Feinstaub umherwirbelt.

 

Pollenschutzgitter vor den Fenstern

Sie sorgen dafür, dass wenigstens keine größeren Partikel in die Wohnung gelangen.

Durch regelmäßiges Wischen kann Feinstaub aus Wohnräumen ferngehalten werden
Durch regelmäßiges Wischen kann Feinstaub aus Wohnräumen ferngehalten werden© iStock
 

Luftfeuchtigkeit

Auch wichtig: die Luftfeuchtigkeit. Sie sollte etwa 40 bis 60 Prozent bei einer Temperatur von 22 Grad betragen. Der Staub sinkt dann zusammen mit der feuchten Luft zu Boden.

 

Wischen

Um die Wohnräume von Feinstaub zu befreien, sollten Sie regelmäßig Fußböden und Flächen feucht Abwischen (am besten alle zwei Tage). Damit entfernen Sie die eingedrungenen feinen Partikel aus der Wohnung, sie können nicht mehr aufgewirbelt werden.

 

Der richtige Teppich

Besonders langflorige Teppiche sollten unbedingt regelmäßig gründlich gereinigt und von Staub befreit werden. Denn hier kann sich sehr viel davon ansammeln. Laufen wir über den Teppich, wirbeln wir viel davon auf und der Staub kann umso leichter in unsere Atemwege gelangen und dort für Feinstaubalarm sorgen. Wer auf den Teppich nicht verzichten möchte, sollte einen Bodenbelag auswählen, der für Allergiker geeignet ist. Auf das Siegel "Für Allergiker geeignet" achten. Diese Teppiche binden Feinstaub besser als herkömmliche Beläge.

 

Staubsaugen mit Filter und Beutel

Da auch beim Staubsaugen Luft aufgewirbelt wird, empfiehlt sich ein Gerät mit einem Hepa-Filter. Er sorgt dafür, dass der Feinstaub nicht wieder zurück in die Wohnung geblasen wird. Untersuchungen zeigen zudem, dass Staubsauger mit Beutel besser geeignet sind, die Räume von Staub zu befreien als Geräte, die ohne Beutel arbeiten.

 

Zimmerpflanzen

Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und binden die Staubpartikel an ihre Blätter. Vor allem pflegeleichte Pflanzen wie z. B. Bogenhanf, Drachenbäume, Grünlilien und Fensterblätter sind perfekt. Sie sollten ihre Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen und vom Staub befreien.

 

Kein Feinstaubalarm am Arbeitsplatz

 

Lüften und reinigen

Für die Räume, in denen Sie arbeiten, gelten dieselben Ratschläge wie für Ihre Wohnräume (siehe oben Tipps für zuhause).

 

Drucker und Kopierer

Wer im Büro arbeitet, sollte zudem darauf achten, möglichst keine Laserdrucker, -kopierer oder Faxgeräte direkt in seinem Büroraum zu nutzen. Diese sollten Sie besser in einem separaten Raum aufstellen, wo sich niemand über längere Zeit aufhält. Denn auch sie eine Feinstaubquelle und können Feinstaubalarm auslösen.

 

Feinstaubalarm? Auch unterwegs kein Problem

 

Autofahrer

An einer roten Ampel – vor allem an Kreuzungen – sollten Autofahrer die Fenster schließen und die Lüftung ausschalten. Denn gerade hier ist die Luft besonders stark belastet. Radfahrer und Fußgänger sind weniger gefährdet, da der Feinstaub in der Umgebungsluft rasch verdünnt wird. Im Innenraum des Autos jedoch steigt die Konzentration der Luftschadstoffe hier schnell stark an. Für die Lüftung lässt sich im Auto auch ein Aktivkohlefilter nachrüsten (ab 25 Euro) – einmal jährlich erneuern.

 

Spaziergänge im Wald

Die Luft im Wald ist so rein und gesund wie sonst nur am Meer. Die Blätter, Nadeln und Zweige filtern schädlichen Feinstaub aus der Luft. Machen Sie am besten dreimal in der Woche einen Waldspaziergang und atmen Sie die saubere Luft dabei tief ein.

Ein sogenannter Hepa-Filter im Staubsauger sorgt dafür, dass der Feinstaub nicht wieder zurück in den Raum geblasen wird
Ein sogenannter Hepa-Filter im Staubsauger sorgt dafür, dass der Feinstaub nicht wieder zurück in den Raum geblasen wird© iStock
 

Pollen- und Feinstaub-App

Die App „Allergiehelfer“ zeigt nicht nur den aktuellen Pollenflug, informiert über die UV-Strahlung und Ozonwerte, sondern liefert auch Informationen zur Feinstaubbelastung. Gratis für Apple und Android.

 

Tipps zu Pflege und Ernährung

 

Haut reinigen

Reinigen Sie Ihre Gesichtshaut sowie alle unbedeckten Hautpartien mindestens einmal am Abend, um sie vom Feinstaub des Tages zu befreien. Noch besser: mehrmals am Tag mit klarem Wasser waschen, etwa nach einem ausgiebigen Stadtbummel oder wenn Sie nach Feierabend nach Hause kommen. Anschließend die Haut mit einer Feuchtigkeitscreme pflegen.

 

Früchte

Obst wie etwa rote Weintrauben, Granatapfel, Papaya, Orangen und Goji-Beeren stecken voller Vitamine, Spurenelemente, Polyphenole, Flavonoide oder Resveratrol, die eine stark antioxidative Wirkung haben, vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken und unsere Schutzbarriere stärken. Schon ein Glas Orangensaft täglich hilft unserem Körper, die schädlichen Auswirkungen des Feinstaubs zu reduzieren.

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