Feigwarzen: Wie werden sie übertragen?

Bei Feigwarzen zum Hautarzt
Bei einem Verdacht auf Feigwarzen, sollten Sie zu einem Gynäkologen oder Hautarzt gehen. Dieser kann dann eine Diagnose stellen und mit der Behandlung beginnen © Fotolia

Auslöser der Feigwarzen, die auch Genitalwarzen genannt werden, ist das Humane Papilloma-Virus (HPV). Die Ansteckung erfolgt meist beim Geschlechtsverkehr, doch auch durch engen Körperkontakt und sogar durch die gemeinsame Benutzung von Handtüchern können die Erreger übertragen werden.

Nur etwa 1 bis 2 Prozent der Infizierten werden tatsächlich krank. Denn meist ist das Immunsystem stark genug, mit dem Feind fertig zu werden. Trotzdem müssen sich in Deutschland jährlich ca. 500000 Frauen wegen Feigwarzen behandeln lassen. Und die Tendenz ist steigend.

Die Krankheit kann einige Wochen, aber auch erst mehrere Jahre nach der Ansteckung ausbrechen. Zunächst bilden sich im Genitalbereich winzige Knötchen. Sie werden oft nicht erkannt und darum nicht behandelt. Im Laufe der Zeit wachsen sie blumenkohlartig zusammen. Meist sind sie schmerzlos, doch gelegentlich jucken und bluten sie sogar.

Bei den ersten verdächtigen Zeichen sollte man zum Gynäkologen oder Hautarzt gehen. Um die Diagnose abzuklären, betupft er die betroffenen Stellen mit einer Essiglösung. Wenn sie sich weißlich verfärben, sind es Genitalwarzen. Da sie sich ausbreiten und hochansteckend sind, müssen sie umgehend therapiert werden:

  • Eine Immuncreme wirkt indirekt gegen die verursachenden Viren. Sie aktiviert die lokale Abwehr, sodass die Haut mit ihren eigenen Waffen gegen die Warzen kämpft.
  • Es kann zu Rötungen und Entzündungen an den behandelten Stellen kommen. Das ist eine positive Reaktion und die Symptome klingen schnell wieder ab. Nicht infizierte Hautareale werden durch die Salbe geschont.
  • Bei der zweiten Creme handelt es sich um ein Zellgift aus einem Pflanzenextrakt, das die Warzen zerstört. Nebenwirkungen wie Rötung, Jucken und Brennen der Haut verschwinden nach der Therapie schnell wieder.
  • Der Mediziner hat mehrere Methoden zur Wahl. Er kann die Warzen je nach Größe und Lage mit einer Elektroschlinge wegbrennen, mit einer speziellen Chirurgenschere herausschneiden, mit dem Laser entfernen oder mit einer Säure verätzen.
  • Ein Verfahren, das auch bei gewöhnlichen Warzen angewendet wird, ist die Kryotherapie. Dabei werden die befallenen Bereiche einem kurzen, aber extremen Kälteschock ausgesetzt.
  • Scheuen Sie nicht den rechtzeitigen Gang zum Arzt
  • Mit speziellen Cremes können Sie sich selbst behandeln.
 

Neuer Test deckt Virus frühzeitig auf

Das Humane Papilloma-Virus verursacht nicht nur Feigwarzen, sondern bestimmte Typen sind auch für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.

Jetzt gibt es einen neuen Test, mit dem der Frauenarzt die Krebs auslösenden Viren bereits im Frühstadium nachweisen kann. Er wird mit dem PAP-Abstrich zur Erkennung des Gebärmutterhalskrebses kombiniert. Mit Laser oder Elektroschlinge wird dann die oberste Zellschicht abgetragen. Der meist ambulante Eingriff dauert nur rund 20 Minuten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen allerdings die Kosten für den Test bisher noch nicht. Sie betragen ungefähr 75 Euro. In etwa fünf Jahren soll es eine Impfung gegen den Erreger geben.

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