Hämorrhoiden & Co.: 10 häufige Enddarmerkrankungen

Feigwarzen

Feigwarzen übertragen sich in den meisten Fällen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr; die Viren können aber auch über Berührung mit den Händen oder über gemeinsam genutzte Hygieneartikel (z. B. Handtücher) von einem Menschen auf den anderen übergehen. Es handelt sich bei den Erregern um bestimmte Typen von Humanen Papillomviren (HPV). Gerade jene HPV-Typen, die als nicht krebsauslösend gelten („Low-Risk“-Viren), führen oft zu sichtbaren Feigwarzen. Mediziner bezeichnen die Wucherungen auch als Condylomata acuminata oder eingedeutscht als Kondylome. Sie äußern sich als kleine weiße oder rötliche Knötchen, die ohne Behandlung mit der Zeit zu Warzen bis hin zu großen, blumenkohlartigen Gebilden heranwachsen können. Betroffen sind bei Frauen vor allem die Schamlippen, bei Männern die Penisfurche und die Vorhaut. Kondylome können sich aber auch im Afterbereich bilden oder das Innere der Vagina sowie den Enddarm besiedeln. Bei Feigwarzen richtet sich die Therapie vor allem nach der Größe und Anzahl der Warzen und danach, wo genau sie sitzen. Unter anderem gibt es verschiedene Cremes und Lösungen, mit denen sich Feigwarzen behandeln lassen. Für sehr ausgedehnte und innerliche Kondylome kommen Cremes und Lösungen nicht infrage. Dafür hat der Arzt einige andere Möglichkeiten, die Feigwarzen zu behandeln. Er kann beispielsweise die Feigwarzen vereisen. Großflächige, stark wuchernde oder an schwer erreichbaren Stellen sitzende Feigwarzen muss der Arzt manchmal mit einer Operation behandeln.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.