FdH-Diät: Was ist das?

Redaktion PraxisVITA

Ein einfachen Weg zum Abnehmen ohne Kalorienzählen – das verspricht die FdH-Diät. Wer dauerhaft Gewicht durch „FdH“ verlieren will, sollte dennoch einiges beachten.

Teller auf einem Tisch, der nur auf einer Seite befüllt ist
Bei der FdH-Diät werden die Mahlzeiten halbiert Foto:  iStock/diephosi
Inhalt
  1. Was bedeutet die Abkürzung FdH?
  2. Wie funktioniert die FdH-Diät?
  3. Nachteile und Risiken bei FdH
  4. Ist die FdH-Diät gesund?
 

Was bedeutet die Abkürzung FdH?

Die drei Buchstaben „FdH“ bilden die Abkürzung für „Friss die Hälfte“. Eine Aufforderung, die so lapidar daher kommt, allerdings dennoch eine bewährte Abnehmmethode ist. Denn die FdH-Diät ist für viele der einfachste Weg, dass ein oder andere Kilo zu verlieren.

 

Wie funktioniert die FdH-Diät?

Das Prinzip von „Friss die Hälfte“ ist simpel: Man isst immer nur eine halbe Portion. Die Idee dahinter: So nimmt man auch nur die Hälfte der Kalorien zu sich – und dadurch purzeln die Pfunde. Der Vorteil bei dieser Diät: Bei FdH gibt es keine Essensverbote. Ein halber Burger, ein halber Salat, ein halber Keks – alles ist erlaubt. Und schon nach wenigen Tagen sieht man den Erfolg auf der Waage

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Nachteile und Risiken bei FdH

Hört sich ziemlich einfach an, allerdings lässt der Abnehmeffekt auf Dauer nach. „Der Körper stellt sich sofort auf die verminderte Kalorienzufuhr ein – er denkt, er verhungert, und fährt den Stoffwechsel runter“, warnt Dr. Matthias Riedl, ärztlicher Leiter des Medicums in Hamburg. Der Grundumsatz wird gesenkt. Der Körper holt sich die fehlende Energie nicht aus Fettdepots, sondern aus Muskelmasse. Mögliche Folgen: Man fühlt sich müde und antriebslos, wird eventuell sogar zittrig. „Hunger stresst den Körper. Das kann zu Heißhungerattacken führen“, erklärt der Experte. Wir greifen also mit knurrendem Magen zwischendurch öfter zu Snacks. Aus drei ganzen werden so schnell sechs, sieben, acht halbe Mahlzeiten. Und das macht dick. 

Ein weiteres Problem: „Auch die guten Lebensmittel werden halbiert. Wir brauchen Gemüse, etwa 20 Gramm Eiweiß pro Mahlzeit und gesunde Fette. Zu wenig davon – und wir kommen schnell in die Mangelernährung“, so Dr. Riedl. 

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Ist die FdH-Diät gesund?

Es kommt drauf an, was man halbiert. Leere Kohlenhydrate wie Weißbrot oder Kekse, zuckerhaltige Getränke oder Fertigprodukte braucht der Körper nicht – davon darf jederzeit nur die Hälfte oder sogar noch weniger auf dem Teller landen. Notwendige Bestandteile einer gesunden Ernährung wie eiweiß-, ballaststoff- und vitaminreiche Lebensmittel zu halbieren, ist dagegen keine gute Idee.

Quelle:

Unser Experte: Dr. Matthias Riedl, ärztlicher Leiter des Medicums in Hamburg, www.medicum-hamburg.de

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