Fastenbrechen: Abfasten – ohne Durchfall und Verstopfung

Kaum ist der letzte Fastentag geschafft, lockt schon die Tafel Schokolade. Wer schnell wieder alte Essgewohnheiten annimmt, muss mit Verstopfung oder Durchfall nach dem Fasten rechnen. Wir erklären, wie das Fastenbrechen gelingt, ohne den Darm zu belasten.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Eine längere Fasten-Periode ist eine Wohltat für den Körper: Man legt ungesunde Ernährungsweisen ab, entlastet dadurch den Darm und nimmt ein paar Pfunde ab. Auch wenn diese Tage – besonders zu Beginn – anstrengend sind, so kommt die eigentliche Herausforderung erst später mit dem sogenannten Fastenbrechen und den folgenden Aufbautagen, an denen der Körper langsam wieder an die normale Nahrungsaufnahme gewöhnt werden muss.

Geht man diese Übergangsphase falsch an, kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen. Vor allem Verstopfung und Durchfall können nach dem Fasten auftreten.

Fastenbrechen: Umgewöhnungsphase für den Magen

Die Fastenzeit endet mit dem sogenannten Fastenbrechen oder Abfasten, bei dem der Magen langsam wieder an die normale Ernährung herangeführt wird. Je nach Art des Fastens (wie z.B Saftkuren oder Suppenfasten) bedeutet das, den Körper wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Wer nur auf tierische Produkte verzichtet und weniger Kalorien zu sich genommen hat, sollte ebenfalls nicht auf eine Umgewöhnungsphase verzichten. Andernfalls kann es zu Magen-Darm-Problemen wie Verstopfung oder Durchfall nach dem Fasten kommen.

Kein Stuhlgang nach dem Fasten: Fehlende Ballaststoffe als häufige Ursache

Fasten ist, was die Wirkung auf den Darm angeht, ein zweischneidiges Schwert: Obwohl der Verzicht auf tierische oder feste Lebensmittel den Darm entlastet, kann die Ernährungsumstellung zugleich den Darm träge machen und dadurch zu Verstopfung führen. Das liegt oft daran, dass dem Körper während des Fastens zu wenige verdauungsfördernde Ballaststoffe zugeführt werden. Weil die Darmbakterien im wortwörtlichen Sinn zu wenig Futter bekommen, reduziert sich die Darm-Aktivität.

Es dauert meist zwei bis drei Tage, bis der Darm nach dem Fasten in Schwung kommt. Sollte der Stuhlgang dann noch immer nicht regelmäßig sein, können eingeweichte Backpflaumen, Leinsamen und Weizenkleie dabei helfen, die Verdauung anzuregen.

Durchfall nach Fasten kann verschiedene Ursachen haben

Ein zu schneller Übergang zu normalen Essgewohnheiten kann im Darm auch eine gegenteilige Reaktion auslösen. So kann es nach dem Fasten zu Durchfall kommen, begleitet von Krämpfen und Bauschmerzen. Oft tritt Durchfall nicht erst nach dem Fastenbrechen, sondern bereits während der Fastenzeit auf, was durch eine einseitige Ernährung oder eine Unverträglichkeit bedingt sein kann.

Besonders weit verbreitet ist Durchfall nach einer Saftkur. Menschen mit einem empfindlichen Magen können auf den Wechsel von flüssiger zu fester Nahrung sensibel reagieren.

Bei Durchfall nach dem Fasten ist es wichtig, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Halten die Beschwerden ohne Anzeichen der Besserung länger als drei Tage an, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.

Richtig Abfasten:So beugen Sie Verstopfung und Durchfall vor

Damit es erst gar nicht zu Durchfall, Verstopfung und Bauchschmerzen nach dem Fastenbrechen kommt, sollten Sie das Abfasten richtig angehen. Diese Tipps helfen, die Umgewöhnungsphase beschwerdefrei zu überstehen:

  • Die Aufbautage sollten etwa ein Drittel der Länge der Fastenzeit andauern. Beispiel: Dauert die Fasten-Periode 14 Tage, sollten fünf Aufbautage einplanen.

  • Essen Sie bewusst und langsam und kauen Sie das Essen gut durch, um dem Magen Arbeit abzunehmen.

  • Hören Sie mit dem Essen auf, sobald Sie ein Sättigungsgefühl verspüren.

  • Meiden Sie Lebensmittel, die sich negativ auf die Darmtätigkeit auswirken. Dazu gehören fettige Speisen, Fertiggerichte, Fast Food und Süßigkeiten.

  • Greifen Sie beim Fastenbrechen zu Lebensmitteln, die den Verdauungstrakt nicht belasten. Ideal für das Fastenbrechen sind Reis, Kartoffeln, Zwieback, Gemüsesuppen und Pflanzenmilch-Produkte, wie Hafermilch oder Mandeljoghurt. 

Tipp: Wer einmal gefastet hat, kann langfristig davon profitieren. Damit sich die alten Essgewohnheiten nicht wieder einschleichen, lohnt es sich einen Fastentag pro Woche einzulegen, z.B als Ausgleich für Schlemmertage. Auf diese Weise können Sie auch nach dem Fastenbrechen Ihrem Darm regelmäßig eine kleine Erholung gönnen.