Fasten: Ein Tag pro Woche verbessert die Gesundheit

Fasten-Tag ist gesund
Wenn Sie Fasten, sollten Sie ausreichend Wasser trinken: Etwa 2 - 3 Liter pro Tag © Fotolia

Bereits ein regelmäßiger Fastentag in der Woche verbessert den Stoffwechsel und senkt das Risiko für verschiedene Krankheiten. Das zeigt eine nun veröffentlichte Studie. Menschen, die alle sieben Tage keine Nahrung zu sich nehmen, verringern die Gefahr, an bestimmten Herzkrankheit oder Diabetes zu erkranken – Vorstufen der Zuckerkrankheit können bei konsequenter Fasteneinhaltung sogar geheilt werden.

Das konsequente Fasten über mehrere Wochen ist medizinisch nicht nur umstritten, viele Menschen halten es schlicht auch nicht durch. Eine aktuelle Studie des Intermountain Medical Centers in Murray zeigt nun, dass Fasten schon gesund ist, wenn man es nur einen Tag in der Woche macht – ohne die gesundheitlichen Risiken, wie z.B. Mangelerscheinungen, Muskelabbau oder Herzkreislaufprobleme sowie die unangenehmen Einschränkungen des Heilfastens.

 

Fasten senkt Cholesterinspiegel

In der Studie hatten Probanden über sechs Wochen einen Fastentag pro Woche eingelegt und in dieser Zeit nur ausreichend Wasser – je nach Körpergröße und Aktivität zwischen 2 und 3,5 Liter – getrunken. Bereits nach zehn bis 12 Stunden zeigten sich erste Wirkungen: Der Stoffwechsel der Probanden stellte sich um. Konkret begann der Organismus, durch den Abbruch in der Zufuhr von Nahrungsmitteln, Fettreserven zu verbrennen – im Blut sank der Cholesterin- und Zuckerspiegel. „Wir glauben, dass beim Fasten Cholesterin abgebaut wird“, erklärt Studienleiter Benjamin Horne und fährt fort: „Wir wissen schon länger, dass Fasten gesund ist – aber den biologischen Mechanismus dahinter haben wir erst jetzt verstanden.“

 

Durch Fasten Diabetes vorbeugen

Letztlich sank der Cholesterinspiegel der Studienteilnehmer nach sechs Wochen durchschnittlich bereits um 12 Prozent. Dieser beeindruckende Effekt wiederum vermindert langfristig die Gefahr für Diabetes und kann sogar bereits bestehende Formen des sogenannten Prädiabetes (Diabetes-Vorstufe) umkehren. Neben dem Diabetes-Risiko verringert sich nach Aussagen der Wissenschaftler auch die Gefahr von bestimmten Herzkrankheiten. Vorausgegangene Studien haben zudem gezeigt, dass regelmäßiges Fasten die Nervenzellen des Menschen abhärten und resistenter gegen neurologische Krankheiten machen.

 

Fasten ändert Gewohnheiten

Doch Ernährungsexperten raten nicht nur aufgrund der Senkung des Cholesterinspiegels und der Blutzuckerwerte zu einem regelmäßigen Fastentag in der Woche. Durch die 24-stündige Unterbrechung der Nahrungszufuhr nehmen Menschen ihre Ernährungsgewohnheiten bewusster wahr und sind nach Aussagen der Mediziner eher in der Lage, mit ungesunden Lebens- und Essgewohnheiten zu brechen. Die Maßnahme eines Fastentages gleiche in diesem Sinne vor allem der ,,Entschlackung der eigenen Gewohnheiten".

 

Hamburg, 18. Februar 2015

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