Fast Food: So schnell steigt das Krebsrisiko

Hamburger
Saftig, lecker – und gefährlich: Hamburger und Co können schon innerhalb kurzer Zeit das Darmkrebs-Risiko erhöhen, zeigt eine aktuelle britische Studie © Fotolia

Schon zwei Wochen ungesunder Ernährung reichen aus, um die Darmflora dramatisch zu verändern und das Krebsrisiko zu erhöhen, zeigt eine aktuelle britische Studie.

In einer kleinen Studie wollten Wissenschaftler des Imperial College in London herausfinden, ob schon eine kurze Zeitspanne von zwei Wochen ausreicht, um die Darmflora eines Menschen durch falsche Ernährung so stark zu verändern, dass man von einem erhöhten Darmkrebs-Risiko sprechen kann.

 

Ernährungstausch für zwei Wochen

Dazu ließen sie 20 Afrikaner und 20 Afroamerikaner für zwei Wochen die Ernährung „tauschen“: Die Afrikaner ernährten sich in der Testphase mit typisch amerikanischem Fast Food wie Pommes, Hamburger und Pancakes – also Speisen mit viel Fett und wenig Ballaststoffen. Derweil stellten die 20 Amerikaner für die Dauer des Experiments auf die fettarme und ballaststoffreiche afrikanische Ernährungsweise aus Reis, Hülsenfrüchten, Mais und Fisch um.

Zu Beginn des Studienzeitraums wurde per Stuhlprobe und Darmspiegelung der Zustand der Darmflora (die bakterielle Schutzschicht des Darms) aller Probanden untersucht – nach Ablauf der zwei Wochen wurden diese Tests wiederholt.

 

Anti-Krebs-Rezept: wenig Fett und viele Ballaststoffe

Das Ergebnis: Bei beiden Gruppen hatte sich die Darmflora verändert. Während sich bei den Amerikanern mehr vor Krebs schützende Bakterien im Darm gebildet hatten und Entzündungsanzeichen sowie Marker für Darmkrebs zurückgegangen waren, hatte sich das Darmkrebsrisiko der Afrikaner durch die Veränderung ihrer Darmflora erhöht.

Das Rezept für ein geringeres Darmkrebsrisiko lautet demnach: Wenig Fett und viele Ballaststoffe. Nach Ansicht der Studienleiter könnte in einer solchen Ernährungsumstellung der Schlüssel zur Bekämpfung der hohen Darmkrebsraten in den westlichen Industrienationen liegen. Sie betonen aber, dass die Ergebnisse der kleinen Studie noch durch umfassendere Untersuchungen bestätigt werden müssten, um allgemeingültige Aussagen zu treffen.

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Hamburg, 30. April 2015

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