Faltenbehandlung: Was hilft? Das sagt der Experte!

Michelle Kröger

Im Laufe der Zeit zeigen sich auf dem Gesicht immer mehr Falten. Aber welche Faltenbehandlung hilft am besten?

Inhalt
  1. Was versteht man unter Falten und wie genau entstehen sie?
  2. Behandlungsmöglichkeiten: Was kann ein Profi gegen Falten tun?
  3. Faltenbehandlung: Was kann ich selbst gegen Falten machen?
  4. Wie kann man Falten vorbeugen?
 

Was versteht man unter Falten und wie genau entstehen sie?

In der ästhetischen Medizin wird zwischen mimischen und statischen Falten unterschieden. Mimische Falten kommen durch die Bewegungen des Gesichtes zustande. „Beispiele dafür sind die Zornesfalte, die Stirnquerfalten, Krähenfüße, Lachfalten – und häufig auch die Fältchen an der Oberlippe”, erklärt Dr. med. Eveline Urselmann. In Ihrer renommierten Hamburger Fachpraxis für Ästhetische Medizin bietet sie professionelle Behandlungen und beste Beratung. „Statische Falten wiederum entstehen durch den Verlust von Fettgewebe und knöcherner Unterlage mit der Alterung. Dazu zählen die Nasolabialfalte, die Marionettenfalten und auch die Tränenfurche.”

Aber da gibt es ja noch diese kleinen Knitterfältchen, häufig auch im Bereich der Wangen. Was hat es damit auf sich? “Sie sind häufig durch die sonnenbedingte Schädigung der kollagenen und elastischen Fasern bedingt. Wir bezeichnen dies als Elastose”, so die Expertin. 

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Die einen bekommen mehr Falten, die anderen weniger – jeder wird früher oder später damit zu tun haben. Doch wie entstehen sie eigentlich Falten? Im Verdacht stehen häufig die heutigen Umwelteinflüsse, die genetische Veranlagung eines Menschen oder der Lebensstil.  Wirklich eine Sache der Gene? Nicht wirklich. Studien haben gezeigt, dass nur 20 bis 30 Prozent der Hautalterung genetisch bedingt sind. 70 bis 80 Prozent kommen durch Umwelteinflüsse (z.B. UV-Strahlung, Luftverschmutzung) oder durch den Lebensstil (z.B. Nikotin, Alkohol, Ernährung, Schlafmangel) zustande. 

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Behandlungsmöglichkeiten: Was kann ein Profi gegen Falten tun?

So vielfältig wie die Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Und diese sollten immer auf den Patienten und seine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Laut der Expertin werden mimische Falten (z.B. Zornesfalte, die Stirnquerfalten, Krähenfüße, Lachfalten) am besten mit Botox behandelt.  Statische Falten (z.B. Nasolabialfalte, Marionettenfalten) seien wiederum Domäne der Hyaluronsäure.

Beim allgemeinen Elastizitätsverlust kann man sehr gute Behandlungserfolge mit der Mesotherapie erzielen. “Das bedeutet, das straffende Wirkstoffe mittels Mikroinjektionen in die Haut gebracht werden. In unserer Praxis führen wir die Mesotherapie jedoch inzwischen fast nur noch mit einem aus dem eigenen Blut gewonnenen thrombocytenreichen Serum durch (PRP oder Exokine)”, erläutert Dr. med. Urselmann. Auf diese Weise werden die körpereigenen Regenerationsmechanismen stark angeregt – so lässt sich ein Zugewinn an Elastizität erreichen.

Wer jedoch Angst vor Spritzen hat, findet auch andere Behandlungsmöglichkeiten. Zum Beispiel die Methode des sogenannten Fraxellasers. “Dabei wird das Kollagen auf Temperaturen über 60 Grad erhitzt, wodurch es denaturiert – so gesehen zerstört wird – und dadurch der Aufbau von neuem Kollagen gefördert wird.” 

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Faltenbehandlung: Was kann ich selbst gegen Falten machen?

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob man erstmal auch ohne Profi-Treatment gegen die Falten arbeiten kann. „Grundsätzlich sollte eine sinnvolle Hautpflege betrieben werden. Diese sollte jedoch auf den Hauttyp abgestimmt sein”, sagt Dr. med. Urselmann. Die Einschätzung sollte daher durch eine geschulte medizinische Kosmetikerin oder einen Arzt erfolgen. Die Expertin gibt aber zu bedenken: „Vorsicht vor Empfehlungen aus der Parfümerie. Hier arbeiten in der Regel keine Profis.” Von vielen Menschen unterschätzt: ein täglicher Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Dieser ist überaus wichtig. Laut Urselmann sind UV-Strahlen der Hautfeind Nummer 1.

„Außerdem sind Antioxidantien in der Hautpflege sehr wichtig, da sie freie Radikale bekämpfen, die die Alterungsprozesse beschleunigen”, so der Hautprofi. „Auch ein Aktivpflegeprodukt, wie eine Aminosäure oder ein Retinol sollte Bestandteil der Pflegeroutine sein.” Diese Produkte beschleunigen den Zellumsatz sowie die Hauterneuerung und bewirken darüber hinaus eine Kollagenstimulation. 

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Aber auch hier gilt es zu bedenken: „Bitte von kompetenter, nicht verkaufsorientierter Seite beraten lassen, da es zu Hautproblemen kommen kann.” Rein werbeorientierte Produktkäufe seien keine gute Idee. Außerdem ist laut der Hamburger Praxisinhaberin weniger manchmal mehr. „Ein häufiger Produktwechsel oder ein Zuviel an Pflege kann den Hautzustand verschlechtern und zu Irritationen, Entzündungen und Unverträglichkeiten führen.”

 

Wie kann man Falten vorbeugen?

Die Entstehung von tiefen Falten lässt sich unter Umständen durch bestimmte Maßnahmen noch hinauszögern. Beispielsweise durch die folgenden Punkte:

  • Sonnenschutz und Radikalfänger (wie oben beschrieben) sind bereits das Beste, um Falten vorzubeugen. UV-Strahlen? Der Feind einer bisher jugendlich-glatten Haut.
  • Gesunde Ernährung: Ausgewogene Mahlzeiten mit viel Gemüse und Obst. Ernährungspläne kann man sich auch vom Arzt aufstellen lassen. So lassen sich auch gezielt Defizite behandeln.
  • Sport: Bewegung hält Körper und Haut fit und straff. Aber: nicht im Übermaß und immer gemäß der eigenen Fitness. Im Zweifel langsam steigern und mit dem Arzt abstimmen.
  • Schlaf: Wie Großmutter schon sagt: “Schlafen macht schön!” Gönnen Sie sich jede Nacht ausreichend viel Schlaf und Sie sehen gleich viel frischer und jünger aus. Schlafmangel ist Stress für den Körper und kann Falten verursachen.
  • Wenig Alkohol: Verzichten Sie so gut es geht darauf! Alkohol verursacht mitunter eine Erschlaffung der Haut und wirkt stark entwässernd. Insbesondere Bier treibt Wasser aus unserem Körper. Die Folge: die Haut verliert an Elastizität. Trinken Sie zu jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser!
  • Kein Nikotin: Raucher haben mehr Falten. Aus einer Studie geht hervor, dass rauchende Frauen 38 Prozent mehr und rauchende Männer 15 Prozent mehr Falten als Nichtraucher haben.

Wer sich besser informieren möchte, der sollte sich in einer ästhetischen Praxis oder Anti-Aging-Sprechstunde ausführlich beraten lassen. “Hier kann genau analysiert werden, welcher Lebensstil für ein jugendliches Aussehen förderlich ist”, so Dr. med. Urselmann. Auch eine Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln, Infusionen und in gewissen Fällen auch mit Hormonen könne sinnvoll sein. 

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Extra Expertentipp: „Mit ästhetischen Behandlungen nicht warten, bis es schon zu spät ist. Lieber rechtzeitig mit kleinen Behandlungen anfangen. Später kann man oft nur noch wenig ausrichten oder die Faltenbehandlung wird sehr teuer.”

Quellen:

Unsere Expertin: Dr. med. Eveline Urselmann. Ihre Fachpraxis für Ästhetische Medizin Dr. med. Eveline Urselmann in Hamburg zählt zu den besten Anlaufstellen auf diesem Gebiet.

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