Fallschirm öffnet sich nicht – Wie kann man den Absturz überleben?

Fallschirmsprung aus dem Flugzeug
Beim Skydiving erlebt man einen freien Fall – und muss seinen Fallschirm selbst ziehen. Wenn etwas schief geht, gleicht das oft einem Todesurteil © Fotolia

Die Sportfanatikerin Lyndi Harding war mit Freunden unterwegs zum Trip ihres Lebens. Aber was der US-Amerikanerin dann passierte, grenzt an ein Wunder. Teil 11 unserer spannenden Reihe.

Die leidenschaftliche Fallschirmspringerin Lyndi Harding aus Ledbury war mit ihren Freunden auf dem Weg nach Kalifornien. Es sollte der Trip ihres Lebens werden – doch er endete in einer Katastrophe.

Was war passiert? Bei dem Sprung aus dem Flugzeug verwickelte sich die Reißleine. Der schlimmstmögliche Fall ist eingetreten: Der Fallschirm öffnete sich nicht. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometern pro Stunde stürzte die 27-Jährige am 21. April 2001 aus 2590 Metern Höhe in die Tiefe.

Wie durch ein Wunder überlebte Lyndi Harding. Die 27-Jährige erlitt zwei gebrochene Rippen, eine punktierte Lunge, eine gebrochene Nase und einen abgebrochenen Zahn. Über den beinahe tödlichen Sprung sagt sie: "Die Ärzte vermuten, dass ich vor dem Aufprall bewusstlos geworden bin. Mein Körper war also entspannt. Das hat mir wahrscheinlich das Leben gerettet."

 

Wie gefährlich ist Fallschirmspringen?

Jedes Jahr kommen weltweit Dutzende Fallschirmspringer ums Leben. Laut Experten liegt die Sterbe-Wahrscheinlichkeit bei einem Sprung bei etwa 17,5 zu einer Million. Die häufigsten Ursachen für tödliche Verletzungen sind Kollisionen mit anderen Springern in der Luft, Drehungen am Schirm zu dicht über dem Boden und Lenk- bzw. Bremsfehler bei der Landung. Dass sich weder der Schirm noch der Reserveschirm öffnen lässt, passiert nur sehr selten.

Hamburg, 26. November 2015

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