Extreme Morgenübelkeit: Herzogin Kate in ärztlicher Behandlung

Herzogin Kate litt unter schwerer Schwangerschaftsübelkeit
Herzogin Kate litt unter schwerer Schwangerschaftsübelkeit © Corbis

Herzogin Kate (32) ist zum zweiten Mal schwanger. Doch wie schon während ihrer ersten Schwangerschaft mit dem kleinen George (1) leidet die Ehefrau von Prinz William auch diesmal an einer besonders schweren und ebenso seltenen Form der schwangerschaftsbedingten Morgenübelkeit. Praxisvita erklärt, wie gefährlich das sein kann.

Nach Angaben eines Insiders aus dem Umfeld der britischen Königsfamilie ist die „Sorge um die junge Herzogin groß“ – so groß, dass sie offizielle Termine in der nächsten Zeit nicht wahrnehmen kann. Das – so schreibt die Onlineausgabe der Daily Mail – sei auch der Grund gewesen, weshalb die Presse zu so einem frühen Zeitpunkt – Kate ist in der sechsten bis achten Woche schwanger – über die Schwangerschaft informiert worden ist. Nachdem „klar wurde, dass Kate ihren Ehemann vorerst nicht mehr begleiten kann“, habe man so Gerüchten um ihren Gesundheitszustand zuvorkommen wollen.

 

Kate muss sich ständig übergeben

Einer offiziellen Erklärung des Königshauses zufolge leidet Kate unter einer sehr ausgeprägten Form der Morgenübelkeit – der selten auftretenden Hyperemesis Gravidarum – und muss sich „häufig übergeben“. Die junge Herzogin befindet derzeit im Kensington-Palast und wird dort rund um die Uhr ärztlich behandelt.

 

Wieso wird nur manchen Frauen übel?

Auch wenn rund 80 Prozent der Schwangeren unter Morgenübelkeit leiden, sind aus medizinischer Sicht Fragen offen. So ist beispielsweise nicht klar, weshalb einigen Frauen übel wird und anderen nicht. Ebenso sind die genauen Auslöser für die Morgenübelkeit nicht abschließend geklärt. Eine erfolgreiche Behandlung der Symptome mithilfe von Medikamenten – das zeigen Studien – ist bislang nicht möglich.

Fest steht, dass das Auftreten dieser Übelkeit mit dem Schwangerschaftshormon Humanes Choriongonadotropin (HCG), das in den ersten Schwangerschaftswochen in großen Mengen produziert wird, zusammenhängt. Insofern ist die Übelkeit auch ein gutes Zeichen, da sie das Vorhandensein von HCG anzeigt, das in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft wichtige Stoffwechselaufgaben übernimmt. Darüber hinaus stehen auch erhöhte Östrogen-Werte und eine Überproduktion des Schilddrüsenhormons Thyroxin in Verdacht, Morgenübelkeit auszulösen.

 

Wie lange leiden Schwangere unter Übelkeit?

Die Morgen- oder Schwangerschaftsübelkeit setzt bei den betroffenen Frauen ab der fünften bis sechsten Schwangerschaftswoche ein und hält in der Regel bis zur 14. Woche an. In seltenen Fällen dauert die Übelkeit auch länger an.

Übrigens ist der Begriff der „Morgenübelkeit“ – auch wenn er selbst von Medizinern verwendet wird –genau genommen nicht korrekt, da die meisten betroffenen Frauen während einer Schwangerschaft nicht morgens, sondern viel mehr tagsüber und abends darunter leiden. Hunger, Müdigkeit und Stress verstärken dabei nachweislich die Übelkeit.

Grundsätzlich unterscheiden Ärzte zwischen verschiedenen Abstufungen der Morgenübelkeit – je nach individuellem Leidensdruck der Schwangeren. Nur jede zweite Betroffene muss sich überhaupt übergeben. Vielen Frauen wird in der Schwangerschaft nur flau im Magen. Wieder andere reagieren auf einen bestimmten Geruch – ansonsten sind sie beschwerdefrei. Doch manche Schwangere – so wie im Falle von Herzogin Kate – erwischt es so schwer (Hyperemesis Gravidarum), dass sie beinahe den ganzen Tag Bettruhe halten müssen.

 

Normaler Weise keine Gefahr ...

Egal unter welcher Form der Morgenübelkeit eine Frau leidet, fast immer führt sie zu großen Einschränkungen im Alltag. Dennoch besteht bei milder bis mittlerer Ausprägung aus medizinischer Sicht keine Gefahr für Mutter und Kind. Betroffene Frauen sollten aber darauf achten, dass sie genug Nahrung bei sich behalten, sodass kein Gewichtsverlust während der Schwangerschaft einsetzt. Wenn eine Schwangere dazu neigt, sich zu übergeben, sollten Vitaminpräparaten – vor allem Folsäure – als tägliche Ergänzung des Speiseplans eingenommen werden.

 

... aber im Falle von Kate ist das anders

Aufgrund der besonders schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit unter der Herzogin Kate leidet, muss sie sich mehrmals täglich übergeben. Dadurch entsteht eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefährdung für Mutter und Kind. Den betroffenen Frauen droht ein gefährlicher Mangel an Flüssigkeit (Dehydrierung), Elektrolyten und Glukose, die unter ärztlicher Aufsicht per Infusion wieder zugeführt werden müssen. Die Folgen können ohne Behandlung lebensbedrohlich sein.

Hamburg, 9. September 2014

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