Eukalyptus lindert Bronchitis und Sinusitis

Die schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung von Eukalyptus ist erwiesen. Dadurch lindert er Atemwegsinfekte wie Bronchitis oder Sinusitis.

Eukalyptus hilft bei Sommergrippe
Beschleunigt die Heilung einer Sommergrippe: Der im Eukalyptus enthaltene Wirkstoff Cineol wirkt entzündungshemmend und schleimlösend© Fotolia
 

Eukalyptus: Anwendung und Heilwirkung

Definition Eukalyptus

Bezeichnung: Eucalyptus globulus Familie: Myrtengewächse Gattung: Eukalyptus

Eukalyptusöl oder aus ihm extrahiertes Cineol kommt z.B. in Fertigarzneimitteln gegen Atemwegsinfekte wie Bronchitis oder Sinusitis zum Einsatz. Die Kommission E (BGA/BfArM) bestätigt eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung von Eukalyptus. Eine in Laborversuchen festgestellte entzündungshemmende Wirkung, konnte in der Praxis noch nicht nachgewiesen werden. Zudem soll das Öl eine leichte krampflösende Wirkung haben.

Die innere Anwendung erfolgt beispielsweise über Weichkapseln. Äußerlich kann Eukalyptusöl über Salben, Inhalationen oder Bäder wirken. Eine leichte Förderung der Durchblutung macht man sich bei der begleitenden Behandlung rheumatischer Beschwerden zunutze.

Bei empfindlichen Menschen kann Eukalyptusöl Übelkeit und Magenbeschwerden hervorrufen. Auch die Haut kann gereizt reagieren. Kinder unter 6 Jahren sollten nicht mit Eukalyptus behandelt werden.

 

Im Eukalyptus enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl (Hauptbestandteil ist das in Fertigarzneimitteln verwendete 1,8-Cineol, daneben in  kleineren Mengen Monoterpene (u.a. α-Pinen, p-Cymen)), Flavonoide, Gerbstoffe und Triterpene. Es wird aus den Blättern durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

 

Verbreitung

Die Heimat des Eukalyptus ist Ozeanien (Australien, Neuseeland, Tasmanien). Mittlerweile erfolgt sein Anbau jedoch auch in vielen anderen Regionen. In Australien ist der Eukalyptus der am häufigsten vorkommende Baum. Er bildet fast zwei Drittel des dortigen gesamten Baumbestands.

 

Botanik

Eukalypthus hilft gegen Sinusitis
Bei einer Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) hat sich der Eukalyptus-Wirkstoff Cineol als besonders wohltuend erwiesen. Cineol wird rasch vom Körper aufgenommen und durchströmt mit jedem Atemzug die gesamten Luftwege© Fotolia

Bekannt ist der Eukalyptusbaum für seine Blätter. Während ältere Blätter dünn lang und verschieden gebogen sind, umschließen die jungen, runden Blätter die Zweige des Baumes. Der Eukalyptus besitzt große Blüten, die viele weiße Staubblätter haben, und holzige, kegelförmige Kapselfrüchte. Die Rinde ist in jungen Jahren rötlich bis hellbraun, später färbt sie sich dunkelgrau. Ringförmige Wülste bilden sich dort, wo sich alte Blattabsprünge befinden. Der Eukalyptusbaum wächst sehr schnell und erreicht eine Höhe von etwa 35 Metern.

 

Andere Namen für Eukalyptus

Gewöhnlicher Eukalyptus, Blauer Eukalyptus, Tasmanischer Blaugummibaum, Feldraute, Fieberbaum

Wissenswertes über Eukalyptus

Eukalyptusbäume sind widerstandfähige Lebewesen. Das ätherische Öl macht sie jedoch besonders leicht entflammbar. Allerdings können die Samen und Wurzeln des Baumes Waldbrände überleben und auf der nährstoffreichen Asche schnell wieder austreiben.

Typischer Bewohner von Eukalyptusbäumen ist der Koala Bär. Die Blätter und Rinde sind nahezu ausschließliche Bestandteile des Speiseplans der Beuteltiere. Der Mensch wiederum macht sich den Eukalyptus neben der Gewinnung des Öls auch als Holzlieferanten zu nutzen. Traditionell fertigen die australischen Ureinwohnen ihr Blasinstrument Didgeridoo aus Eukalyptusholz.

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