Estragon regt die Verdauung an

Die Heimat des Estragon liegt in den südrussischen und mongolischen Steppengebieten. Bereits die Römer nutzten das Kraut: Sie hielten es für ein Heilmittel bei Schlangenbissen. Heutzutage wird Estragon vor allem zur Stärkung der Verdauungsorgane eingesetzt.

Estragon
Die im Estragon enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit an© Fotolia
 

Anwendung und Heilwirkung

Definition Estragon

Bezeichnung: Artemisia dracunculus
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Artemisia
Art: Estragon

Verwendet wird das zur Blütezeit gesammelte und getrocknete Kraut. Dem Estragon wurde in der Volksmedizin eine die Verdauung fördernde Wirkung zugesprochen. Estragontee soll außerdem harntreibend und gallefördernd wirken. Äußerlich wurde er bei rheumatischen Leiden in Form von Umschlägen angewandt. Heute ist der Einsatz als Heilpflanze allerdings weniger üblich.

 

Im Estragon enthaltene Wirkstoffe

Sesquiterpenlactone, ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe

 

Botanik

Estragon-Tee
Estragontee soll harntreibend und gallefördernd wirken© Shutterstock

Estragon ist eine mehrjährige, krautige Pflanze die besonders gut an warmen sonnigen Standorten wächst. Sie kann zwischen 60 Zentimetern und 1,50 Meter hoch werden. Seine stillosen Blätter sind schwach behaart, ganzrandig, schwach gesägt und lanzettförmig. Zur Blütezeit, zwischen Mai und Juni, bildet Estragon kleine gelbe, in Rispen stehende Blüten aus.

 

Verbreitung

Seinen Ursprung hat Estragon vermutlich im nordöstlichen Zentralasien. Heute wird er als Küchenkraut in ganz Europa angebaut.

 

So wird der Estragon auch bezeichnet

Bertram, Dragon, Dragun

Wissenswertes über den Estragon

Der botanische Artname dracunculus könnte sich von dem lateinischen Wort draco ableiten, das auf Deutsch Drache oder Schlange bedeutet, und auf eine möglichen Einsatz bei Schlangenbissen hinweist.

Estragon ist ein beliebtes Gewürz. In China wurde es schon um 2.000 v. Chr. auf diese Weise verwendet. Über den Nahen Osten gelangte das Gewürz nach Europa, wo es im 13. Jahrhundert zum erstmalig in Schriften auftaucht.

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