Es ist bislang keine ursächliche Rosazea-Behandlung möglich

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Rosazea ist eine chronische Erkrankung, die sich unbehandelt verschlechtert. Die Rosazea kann zwar bislang nicht geheilt werden, die Symptome lassen sich mit der richtigen Behandlung aber mildern. Bei der Rosazea richtet sich die Behandlung nach dem jeweiligen Schweregrad der Erkrankung.

In jeder Phase der Erkrankung ist ein wichtiger Bestandteil der Rosazea-Behandlung eine regelmäßige, angemessene Pflege und Reinigung der Haut. Ratsam ist, alle Stoffe, welche die Haut reizen und die Symptome verschlimmern beziehungsweise einen Krankheitsschub auslösen, so gut wie möglich zu meiden. Reinigungsmittel für die Haut sollten frei von Alkohol und Seife sein: Vermeiden Sie Mittel mit Menthol, Kampfer und Natrium-Lauryl-Sulfat. Verwenden Sie zudem hautschonende, milde, und möglichst fettfreie Kosmetika. Zur Rosazea-Behandlung gehört zudem die regelmäßige Anwendung von Lichtschutzmitteln, die vor intensiver UV-A- und UV-B-Strahlung schützen: Als verträglich gelten Sonnenschutzmittel mit den Inhaltsstoffen Titandioxid oder Zinkoxid.

 

Die medikamentöse Rosazea-Behandlung

Die weitere Rosazea-Behandlung erfolgt medikamentös. Je nach Schweregrad gibt es zwei Therapieformen: Im ersten und zweiten Stadium erfolgt die Rosazea-Behandlung der betroffenen Stellen direkt auf der Haut, örtlich auf die jeweiligen Stellen begrenzt (topische Behandlung). Schwere Rosazea-Fälle werden mit Tabletten zum Einnehmen behandelt (systemische Behandlung). Auch eine Kombination beider Behandlungen ist möglich.

 

Die lokale Rosazea-Behandlung

Die lokale Rosazea-Behandlung erfolgt in der Regel ein bis zwei Mal täglich in Form von besonders gut verträglichen Gels, Cremes oder Lotionen, die direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Hierzu eignen sich zum Beispiel Mittel mit den Wirkstoffen Metronidazol (wird am häufigsten angewandt) oder Azelainsäure.

 

Die Behandlung bei der schweren Form von Rosazea

Bei einer schweren Form der Rosazea kommen normalerweise Antibiotika in Form von Tabletten zum Einsatz. Am häufigsten sind sogenannte Tetrazykline mit den Wirkstoffen Doxycyclin oder Minocyclin. Sind Tetrazykline nicht anwendbar, zum Beispiel aufgrund einer Unverträglichkeit oder einer Schwangerschaft, sind sogenannte Makrolide mit den Wirkstoffen Erythromycin, Clarithromycin und Azithromycin eine Alternative.

Neben der medikamentösen Rosazea-Behandlung können sichtbare Blutgefäße (Teleangiektasien) und knotige Verdickungen (Papeln) mit einer Laserbehandlung oder der sogenannten IPL-Technik (Intensiv Gepulste Lichtquelle) entfernt werden. Knollenartige Wucherungen (Phymen) lassen sich chirurgisch mithilfe eines kleinen Eingriffs (sogenannte Dermabrasion oder Dermashaving) entfernen.

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