Kann das Herz wirklich brechen? 7 Redewendungen auf dem Prüfstand

„Es bricht ihr das Herz!“

Menschen können, nicht nur im poetischen Sinn, sondern ganz real an einem gebrochenem Herzen leiden. Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom äußert sich wie ein Herzinfarkt: mit Schmerzen in der Brust und Atemnot. Auch auf dem Elektrokardiogramm (EKG) deutet mit der veränderten Herzstromkurve zunächst alles auf einen Infarkt hin. Erst wenn die Ärzte erfolglos nach verstopften oder verengten Herzkranzgefäßen suchen, wird klar: Es gab nie einen Infarkt. Nur die linke Herzkammer ist ungewöhnlich aufgebläht. Extreme psychische Belastungen, wie der Tod eines geliebten Menschen, die Trennung in einer Beziehung, aber auch positive Emotionen wie ein Lottogewinn, lösen das Broken-Heart-Syndrom aus. Was im Körper dabei genau passiert, ist noch nicht vollständig entschlüsselt. Die Ärzte wissen aber, dass dabei Unmengen Stresshormone wie Adrenalin und Dopamin ausgeschüttet werden. Zu Todesfällen kommt es selten, das Herz heilt sich meist innerhalb von einigen Wochen selbst.

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