Ständige Erschöpfung Erschöpfungsdepression durch zu viel Stress

Redaktion PraxisVITA
Erschöpfte Frau liegt im Bett
Bei einer Erschöpfungsdepression sind Betroffene ständig müde und fühlen sich mit alltäglichen Dingen überfordert © iStock/Handemandaci

Fühlen Sie sich ständig erschöpft und antriebslos? Dann sollten Sie schnellstmöglich etwas dagegen tun, um ein Burn-Out-Syndrom zu vermeiden. Oft liegt den Symptomen einer solchen Erschöpfungsdepression ein Mangel der Vitamine B6, B12 und Folsäure zugrunde. PraxisVITA erklärt, was dagegen hilft.

 

Erschöpfungsdepression durch Dauerstress

Nach Angaben des Robert Koch Instituts leiden rund zehn Prozent der Deutschen unter Stress. Besonders schädlich für Körper und Psyche sind dauerhafte Stresszustände, wie sie etwa bei pflegenden Angehörigen vorkommen. In solchen Fällen steigt der Verbrauch von B-Vitaminen, wie Studien belegen. Der daraus entstehende Mangel verstärkt die Symptome des Erschöpfungssyndroms.  Es kommt zu Beschwerden wie:

  • Abgeschlagenheit
  • Gesteigertes Schmerzempfinden
  • Konzentrationsproblemen
  • Leistungsschwäche 
  • Schlafstörungen
  • Sozialer Rückzug
  • Fühlen Sie sich sechs Monate oder länger abgeschlagen und Schonung hilft dagegen nicht, gilt die Erschöpfung als chronisch.
 

Erhöhter Vitaminbedarf durch Stress

Ursache kann eine Vitamin B-Mangelversorgung sein: Steht der Körper unter Stress, ist die Vitaminaufnahme häufig gestört. Verantwortlich ist eine schlechtere Durchblutung der Verdauungsorgane. Hinzu kommt, dass der Körper bei der Ausschüttung von Stresshormonen verstärkt Vitamin B 12 verbraucht. Insbesondere Personen, die unter starker körperlicher und seelischer Belastung stehen, sind deshalb anfällig für Mangelzustände. Dazu gehören:

  • Chronisch Kranke,
  • Schwangere,
  • Sportler,
  • und Menschen, die sich beruflich und/oder privat dauerhaft großen Belastungen ausgesetzt fühlen.
Älterer Mann pflegt seine kranke Frau
Wer sich um pflegebedürftige Angehörige kümmert, steht oft unter großem psychischen und körperlichem Stress © iStock/KatarzynaBialasiewicz
 

Was tun gegen Erschöpfung?

Um die Erschöpfungsdepression zu durchbrechen, ist deshalb das Auffüllen der Speicher von Vitamin B12, B6 und Folsäure in den Zellen wichtig. Die Vitamine sind an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt. Dazu gehören die Ausschüttung des "Glückshormons" Serotonin, die Blutbildung und die Nervenfunktion. Für einen schnellen Ausgleich des Mangels bietet sich eine Vitamin-B-Aufbaukur an. 

Achten Sie auf eine ausreichende Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe - das heißt, dass Sie die Vitamine Ihrem Körper in einer Form zuführen sollten, in der er sie gut verwerten kann. Insbesondere Vitamin B 12 ist nur schwer zu resorbieren. Gut aufgenommen werden die Vitamine zum Beispiel, wenn Sie diese per Injektion in den Körper bringen.

 

Wie kann ich Erschöpfung vermeiden?

Um Erschöpfung zu vermeiden, sollten Sie Stress so weit wie möglich reduzieren. Wer sich um Pflegebedürftige kümmert, leidet häufig unter starker Belastung und die Zeit für Erholung ist knapp bemessen. Trotzdem sind Ruhepausen wichtig, um Erschöpfung vorzubeugen. Versuchen Sie, sich alle zwei bis drei Stunden fünf Minuten Ruhe zu gönnen. Bewegung an der frischen Luft trägt zur Entspannung bei und mindert die Ausschüttung von Stresshormonen.

Wichtig sind außerdem eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und vorrangig pflanzliches Eiweiß) und ausreichend Schlaf. Etwa acht Stunden pro Nacht sollte ein Erwachsener schlafen, damit der Körper sich von den Eindrücken des Tages erholt.

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