Erschöpfung bei pflegenden Angehörigen Erschöpfung – früh genug gegensteuern

Redaktion PraxisVITA
Erschöpfter junger Mann sitzt am Tisch und stützt Kopf ab
Dauerhafte Erschöpfung kann in Burn Out münden © iStock/skynesher
Inhalt
  1. Vorboten von Burnout – die Phasen der Erschöpfung
  2. Vitamin-B-Mangel verstärkt Stress und Erschöpfung
  3. Vitamin-B-Mangel feststellen
  4. Was tun gegen Erschöpfung?
  5. Burnout vorbeugen mit gesundem Lebensstil

Antriebslosigkeit, mangelnde Motivation, Schlafstörungen – immer mehr Patienten suchen wegen dieser Symptome ärztlichen Rat. Gerade pflegende Angehörige sind betroffen - der körperliche und geistige Dauerstress ermöglicht kaum Ruhepausen. Wer bei ständiger Erschöpfung nicht rechtzeitig gegensteuert, läuft Gefahr an Burn-Out zu erkranken. Lesen Sie hier, was gegen die Beschwerden hilft und welche Rolle Vitamin B dabei spielt.

 

Vorboten von Burnout – die Phasen der Erschöpfung

Anzeichen eines allgemeinen Erschöpfungssyndroms können Vorboten eines Burn-Outs sein. Um zu vermeiden, dass aus Erschöpfung Burn-Out wird, sollten Betroffene die Abwärtsspirale durchbrechen, sobald erste Anzeichen auftreten. Diese nehmen meist phasenweise zu:
1.    Erste Anzeichen eines Burn-Outs

  • Energieverlust
  • Schlafstörungen und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Gefühl der Überforderung

2.    Zweite Phase

  • Sozialer Rückzug 
  • Gereiztheit 
  • Schuldgefühle

3.    Weiterer Verlauf

  • Hoffnungslosigkeit
  • Verlust von Lebensfreude
  • Gleichgültigkeit
  • Verzweiflung
Alte und junge Hände
Pflegende Angehörige stehen meist unter großem psychischen und physischem Stress © iStock/Pablo_K
 

Vitamin-B-Mangel verstärkt Stress und Erschöpfung

Chronischer Erschöpfung kann ein Nährstoffmangel zugrunde liegen. Anhaltender Stress ist dafür eine häufige Ursache. Der Grund: Stress kann einen Mangel an B-Vitaminen auslösen, der zu Müdigkeit und Erschöpfung führt. In Zeiten starker körperlicher und emotionaler Belastung ist die Vitaminaufnahme wegen mangelnder Durchblutung der Verdauungsorgane gestört. Außerdem verbraucht der Körper bei der Ausschüttung von Stresshormonen vermehrt Vitamin B 12. Gerade pflegende Angehörige leiden unter langanhaltendem physischem und psychischen Stress. Wird in solchen Phasen der erhöhte Vitaminbedarf nicht gedeckt oder der Mangel nicht ausgeglichen, kommt es zu

  • Konzentrationsproblemen,
  • Leistungsschwäche,
  • Müdigkeit,
  • erhöhter Schmerzempfindlichkeit.
 


Vitamin-B-Mangel feststellen

Entscheidend bei einer B-Vitamin-Unterversorgung ist der Vitamingehalt in den Zellen. Denn trotz eines normalen Wertes im Blut kann ein Mangel bestehen – so bleibt die Unterversorgung häufig unerkannt. Hinzu kommt, dass die Symptome anfangs eher unspezifisch sind: Es treten Befindlichkeitsstörungen, mentale Erschöpfung und depressive Verstimmungen auf. Wer dagegen nichts tut, läuft Gefahr, an Burn-Out zu erkranken.

 

Was tun gegen Erschöpfung?

Haben Sie bereits Erschöpfungssymptome bei sich festgestellt, sollten Sie schnell handeln und Ihre Vitaminspeicher auffüllen. Sie können beispielsweise eine Aufbaukur mit kombinierten B-Vitaminen machen. Achten Sie darauf, dass die Kur die Vitamine B6, B12 und Folsäure enthält und eine gute Bioverfügbarkeit hat, damit der Körper die Stoffe bestmöglich verwerten kann. Das gilt insbesondere für das schwer zu resorbierende Vitamin B12 (Cobalamin).
B-Vitamine können Sie in verschiedenen Formen zu sich nehmen:

  • Dragees
  • Injektionen
  • Kapseln
  • Tabletten

Besonders schnell wirksam und vor allem gut verwertbar sind Vitamin-Kuren, die per Spritze direkt in die Blutbahn injiziert werden.

 

Burnout vorbeugen mit gesundem Lebensstil

Neben der Zufuhr fehlender Vitamine sollte das langfristige Behandlungsziel bei Erschöpfungszuständen der Wandel zu einem gesunden Lebensstil sein. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und Maßnahmen zur Stressbewältigung, Entschleunigung und Achtsamkeit.
 

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