Ernährung gegen Pickel: Was gut ist und was nicht

Michael van den Heuvel Medizin- und Wissenschaftsjournalist

Die richtige Ernährung gegen Pickel – erfahren Sie hier, welche Lebensmittel man besser vermeiden sollte, und was ganz oben auf dem Speiseplan stehen sollte. 

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Inhalt
  1. Welche Lebensmittel eignen sich zur Ernährung bei unreiner Haut?
  2. Ernährung gegen Pickel, worauf sollte man besser verzichten?
  3. Wie sollte man bei der Ernährung gegen Pickel vorgehen?

Ausgewogene Kost kann das Hautbild verbessern, genau so wie bestimmte Lebensmittel Unreinheiten begünstigen: Die richtige Ernährung ist gegen Pickel die wirksamste Waffe. 

Pickel sind kleine, meist mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllte Bläschen der Haut. Sie entstehen meist aufgrund einer übermäßig starken Verhornung der Haut. Kann Talg aus Talgdrüsen nicht mehr abfließen, bilden sich Mitesser. Diese entzünden sich, woran natürlich vorkommende Bakterien beteiligt sind, und Pickel entstehen.

Neben den Hormonen spielt auch die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Enstehung von Hautunreinheiten: Bestimmte Lebensmittel können die Talgproduktion ankurbeln und Entzündungen fördern. Ebenso ist es für ein reines Hautbild unverzichtbar, den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

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Welche Lebensmittel eignen sich zur Ernährung bei unreiner Haut?

Ein erhöhter Insulinausstoß kann Pickel und andere Hautunreinheiten begünstigen. Lebensmittel, die den Insulinspiegel nur geringfügig ansteigen lassen, können daher Pickel vorbeugen. Dazu gehören Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen, wie Vollkornprodukte und Gemüsesorten, wie Brokkoli, Möhren oder Fenchel.

Auf dem Speiseplan bei der Ernährung gegen Pickel sollte auch Obst nicht fehlen. Heidelbeeren, blaue Weintrauben und andere Obstsorten enthalten besonders viele sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die freie Radikale im Körper abfangen und so das Hautbild verbessern können. 

Auch Zinkquellen wird eine positive Wirkung auf die Haut nachgesagt, da es entzündungshemmend wirkt. Omega-3-Fettsäuren, wie sie in fettem Seefisch oder in diversen Pflanzenölen vorkommen, können ebenfalls Entzündungen vorbeugen. 

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Ernährung gegen Pickel, worauf sollte man besser verzichten?

Bei manchen Menschen verschlechtert sich das Hautbild durch hochglykämische Nahrungsmittel, da sie den Insulinspiegel in die Höhe schnellen lassen. Zucker, weißes Mehl, aber auch geschälter Reis oder Kartoffeln stehen daher bei der Ernährung gegen Pickel auf der roten Liste – und leider auch Schokolade. Sie enthält nicht nur einen hohen Zuckeranteil, sondern auch viel Fett, was die Talgproduktion befördert. 

Auch Milch oder Milchprodukte können die Pickel sprießen lassen. Der Grund: Sie wirken sich auf den Hormonhaushalt aus, was sich vor allem bei Menschen mit hormonellen Disbalancen negativ auswirken kann. Auch Alkohol und Nikotin ziehen das Hautbild in Mitleidenschaft, indem sie Zellen zerstören und, genau so wie fetthaltige Lebensmittel, die Produktion von Talg erhöhen. 

 

Wie sollte man bei der Ernährung gegen Pickel vorgehen?

Es gibt keine allgemeingültige Diät gegen Pickel. Welchen Einfluss die Ernährung hat, und welche Lebensmittel dem Hautbild guttun, kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Deshalb lohnt es sich, ein Ernährungstagebuch zu führen. Darin lassen sich Reaktionen der Haut auf verschiedene Lebensmittel vermerken. Findet man Hinweise auf Unverträglichkeiten, sollte man das Produkt im Sinne einer Ausschlussdiät zwei bis drei Wochen meiden und das Hautbild während der Zeit kontrollieren – für eine optimale und individuelle Ernährung gegen Pickel.

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Quellen:

Wolfram Sterry (2018), Kurzlehrbuch Dermatologie, Stuttgart: Thieme-Verlag

Lutz Schmitz, Claus Oster-Schmidt (2016), Systemtherapeutika in der Dermatologie, Stuttgart: Thieme-Verlag

Yael Adler (2015), Hautkrankheiten im Blick, Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

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