Ernährung bei Depression: Diese Lebensmittel heben die Stimmung

Mona Eichler Health-Redakteurin

Die richtige Ernährung bei Depression kann einen Unterschied machen: Bestimmte Lebensmittel wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Das allein verspricht zwar keine Heilung, dennoch hängen Depression und Ernährung zusammen. Welche Lebensmittel unterstützend im Kampf gegen das Stimmungstief wirken können.

Forscher beobachten immer wieder, welch große Rolle die Ernährung bei Depressionen spielt. Denn gesund, vielseitig und nahrhaft zu essen, wirkt sich nicht nur positiv auf den menschlichen Körper, sondern auch auf die Stimmung aus. Das bedeutet nicht, dass eine Depression mit den richtigen Lebensmitteln verhindert oder gar geheilt werden kann. Allerdings kann die richtige Ernährung bei Depression den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

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Ernährung bei Depression: Die Psyche isst mit

So ergab beispielsweise eine Studie, die an der australischen Deakin Universität durchgeführt wurde, dass man mit der richtigen Ernährung sogar einer klinischen Depression entgegentreten kann. Drei Monate lang standen auf dem Ernährungsplan der depressiven Probanden vor allem Früchte, Gemüse, Vollkorn, Fisch, mageres Fleisch, Olivenöl und Nüsse. Die Teilnehmer hatten sich zuvor eher ungesund und einseitig ernährt. Nach dem Beobachtungszeitraum wiesen die Probanden deutlich weniger schwere Depressionssymptome auf als noch zu Beginn der Studie. In der Kontrollgruppe hingegen, die sich weiterhin von Fast Food ernährt hatte, traten keine Symptomverbesserungen ein.

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Nährstoffe als Link zwischen Depression und Ernährung

Dass die richtige Ernährung bei Depression hilft, liegt nicht nur daran, dass Gemüse & Co. gut für Muskeln, Zellen und Organe wie das Herz sind. Mit Blick auf die Stimmung des Menschen stehen vor allem die richtigen Nährstoffe im Fokus. Überspitzt ausgedrückt: Es gibt Lebensmittel gegen Depressionen. 

Im Fokus beim Thema Ernährung gegen Depression stehen bestimmte Neurotransmitter – Botenstoffe, die Reize zwischen den Nervenzellen weitergeben und so Stimmung und Verhalten eines Menschen beeinflussen. Dazu gehören die Glückshormone Dopamin und Serotonin sowie Noradrenalin und Gamma-Aminobuttersäure (kurz GABA). Bei einer Depression beziehungsweise einer depressiven Verstimmung ist die Produktion eben jener Neurotransmitter aus dem Gleichgewicht geraten, was es sinnvoll macht, mithilfe der richtigen Ernährung entgegen zu steuern.

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Lebensmittel gegen Depressionen

Um die Produktion von Dopamin anzuregen, sollten folgende Lebensmittel auf der Liste stehen:
    •    Avocados
    •    Bananen
    •    Karotten
    •    Nüsse
    •    Paprika

Serotonin wird angeregt durch:
    •    Feigen
    •    Fenchel
    •    Kartoffeln
    •    Kürbiskerne
    •    Mandeln
    •    Sesam
    •    Spinat
    •    Walnüsse

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Noradrenalin kann der Körper mithilfe folgender Lebensmittel gewinnen:
    •    Ananas 
    •    Äpfel
    •    Bananen
    •    Grünes Gemüse
    •    Hafer
    •    Mandeln

Für Ruhe und Entspannung sorgt der Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure. Dieser wird angeregt durch: 
    •    Bananen
    •    Brokkoli
    •    Fisch 
    •    Hafer
    •    Linsen
    •    Mandeln
    •    Naturreis
    •    Orangen    
    •    Spinat
    •    Vollkornprodukte
    •    Walnüsse
    •    Weizenkleie

Foto: iStock
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Ernährung bei Depression: Wichtig, aber kein Therapie-Ersatz

Obwohl Ernährung und Depression wissenschaftlich bewiesen ineinander übergreifen, lässt sich allein durch einen optimalen Ernährungsplan keine Depression – oder eine andere psychische Erkrankung – heilen. Die richtige Ernährung bei Depression wirkt immer nur unterstützend, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Wer dauerhaft unter einem Stimmungstief leidet, sollte immer einen Experten zu Rate ziehen und im Zweifelsfall eine Psychotherapie beginnen.  

Quellen:
A randomised controlled trial of dietary improvement for adults with major depression (the ‘SMILES’ trial), in: bmcmedicine.biomedcentral.com
Depressionen ganzheitlich behandeln: Der Einfluss gesunder Ernährung auf die Psyche, in: limes-schlosskliniken.de

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