Ernährung bei Bluthochdruck: Diese Lebensmittel helfen!

Michael van den Heuvel Medizin- und Wissenschaftsjournalist

Welche Ernährung hat sich bei Bluthochdruck bewährt? Und welche Speisen beziehungsweise Getränke sollte man bei der Erkrankung eher meiden?  Alles Wichtige über die richtigen Lebensmittel bei Bluthochdruck und welche Ernährung schädlich ist.

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Inhalt
  1. Was bedeutet hoher Blutdruck und welche Rolle spielt die Ernährung?
  2. Ernährung und hoher Blutdruck – welche Lebensmittel gilt es zu meiden?
  3. Gibt es blutdrucksenkende Lebensmittel? Und falls ja, welche?
  4. Welche Ernährung bei Bluthochdruck kann der Arzt noch empfehlen?
  5. Reicht die Ernährung bei Bluthochdruck alleine aus?

Stellt der Arzt Bluthochdruck fest, wird er Patienten Tipps für die Ernährung bei Bluthochdruck mit auf den Weg geben, vor allem was den Salz- und Alkoholkonsum betrifft. Zu bevorzugen ist auch eine sogenannte Mittelmeerkost mit viel Obst und Gemüse. 

 

Was bedeutet hoher Blutdruck und welche Rolle spielt die Ernährung?

Unter Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, versteht man laut Weltgesundheitsorganisation WHO Werte über 140 mmHg systolisch beziehungsweise 90 mmHg diastolisch. Davon bemerken Patienten anfangs nichts. Langfristig erhöht sich jedoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beispielsweise Herzinfarkte oder Gefäßverkalkungen (Atherosklerose). Je nach den gemessenen Werten schlägt der Arzt unterschiedliche Maßnahmen vor, um den Blutdruck natürlich zu senken. Dazu gehört immer auch eine bestimmte Ernährung bei Bluthochdruck.

 

Ernährung und hoher Blutdruck – welche Lebensmittel gilt es zu meiden?

Was ist bei Bluthochdruck bei der Ernährung zu beachten? Leitlinien zur Behandlung der arteriellen Hypertonie empfehlen in erster Linie, die Kochsalzzufuhr einzuschränken. Als Obergrenze werden fünf Gramm pro Tag genannt. Zu beachten ist, dass es sich hier nicht nur um Salz aus dem Salzstreuer handelt. Gerade Fertiglebensmittel wie Suppen oder Tiefkühlgerichte enthalten große Mengen Salz. Ein Blick in die Zutatenliste lohnt sich. Aber auch Wurst beziehungsweise gewürztes Fleisch, manche Käsesorten oder Fast Food sind aufgrund großer Kochsalzmengen schlecht.

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Auch Alkohol kann zu Bluthochdruck führen. Deshalb empfiehlt die Leitlinie, dass sich Männer auf 14 und Frauen auf acht Einheiten pro Woche beschränken. Eine Einheit entspricht 125 ml Wein oder 250 ml Bier.

 

Gibt es blutdrucksenkende Lebensmittel? Und falls ja, welche?

Seit Jahren untersuchen Wissenschaftler Diäten, die Blutdruckwerte normalisieren könnten. Besonders gut ist die Datenlage bei der mediterranen Diät oder Mittelmeerdiät. Sie besteht aus viel Obst, Gemüse, Salat, Nüssen und Olivenöl. Hinzu kommen Fisch und sonstige Meeresfrüchte, aber selten rotes Fleisch. Erlaubt sind Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt. Die Speisen werden kaum gesalzen, sondern eher mit Zwiebeln, Knoblauch oder Kräutern gewürzt. Zur mediterranen Diät kann auch ein wenig Alkohol getrunken werden – maximal ein Glas Rotwein pro Tag.

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Welche Ernährung bei Bluthochdruck kann der Arzt noch empfehlen?

Ein weiterer Risikofaktor für Bluthochdruck ist Übergewicht. Findet der Arzt bei seiner Untersuchung einen Body-Mass-Index über 30, der Normwert liegt bei 18,5 bis 24,9, wird er zu Diäten raten, um das Körpergewicht zu reduzieren. Auch hier wird auf wenig Kochsalz geachtet. Es geht aber vor allem darum, die Kalorienzufuhr einzuschränken.

 

Reicht die Ernährung bei Bluthochdruck alleine aus?

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Nur bei sehr gering erhöhtem Blutdruck lassen sich mit einer mediterranen Diät, mit wenig Salz und wenig Alkohol Erfolge erzielen. In der Regel setzen Ärzte auf ein Konzept aus Ernährung bei Bluthochdruck, gegebenenfalls mit Kalorieneinschränkung, auf Bewegung und auf spezielle Arzneimittel zur Blutdrucksenkung.

Quellen:

Pocket-Leitlinie: Management der arteriellen Hypertonie (Version 2018), in: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Speisesalzgehalt in Lebensmitteln senken, in: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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