Ernährung bei Blasenentzündung: Was hilft?

Julia Klinkusch Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Die richtige Ernährung kann bei einer Blasenentzündung die medikamentöse Therapie unterstützen und die Symptome lindern. Wir verraten Ihnen, welche Lebensmitteln ihrer Blase guttun.

Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung .
Inhalt
  1. Blasenentzündungen: Frauen sind häufiger betroffen
  2. Ernährung bei einer Blasenentzündung: Fisch, Ingwer und Co.
  3. Die richtige Ernährung zur Vorbeugung einer Blasenentzündung

Die Ernährung kann bei einer Blasenentzündung dazu beitragen, den Heilungsprozess zu fördern, etwa durch entzündungshemmende Lebensmittel. Meist werden Blasenentzündungen durch Bakterien verursacht, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen. Betroffene müssen oft Antibiotika einnehmen, aber auch die Ernährung kann helfen.

 

Blasenentzündungen: Frauen sind häufiger betroffen

Meist werden Blasenentzündungen durch Bakterien verursacht, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen. Hier sind meist Antibiotika nötig, um die Infektion zu bekämpfen und die Bakterien abzutöten. Eine Blasenentzündung macht sich durch Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, da ihre Harnröhre kürzer ist, was den Bakterien den Weg in die Blase vereinfacht.

Frau sitzt vor Tabletten
Krankheiten & Behandlung Pille und Antibiotika: Was muss ich beachten?

 

Ernährung bei einer Blasenentzündung: Fisch, Ingwer und Co.

Bei einer akuten Blasenentzündung ist es wichtig, entzündungshemmende Lebensmittel auf den Speiseplan zu setzen. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren können nachweislich entzündliche Prozesse im Körper hemmen und das Immunsystem stärken. Besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind Fische wie Lachs, Hering und Makrele sowie pflanzliche Öle wie Leinöl, Olivenöl und Rapsöl. Darüber hinaus gibt es Lebensmittel, die aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle eine antibakterielle Wirkung haben, zum Beispiel Ingwer, Chili, Kresse, Radieschen, Meerrettich und Senf.

Weiterhin ist es bei einer Blasenentzündung wichtig, viel zu trinken. Wenn keine Herz- oder Nierenerkrankungen vorliegen, dürfen es zwei bis drei Liter täglich sein. So werden die Keime aus der Blase gespült. Am besten eignen sich stilles Wasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Auf zuckerhaltige Softdrinks und Fruchtsäfte sollte man bei einer Blasenentzündung verzichten – denn der Zucker dient auch den Bakterien als Nahrung.

Ingwer roh essen: Gesünder als Ingwertee?
Hausmittel Ingwer roh essen: Gesünder als Ingwertee?

 

Die richtige Ernährung zur Vorbeugung einer Blasenentzündung

Lange Zeit galten Cranberrys als das Nonplusultra in der Ernährung bei Blasenentzündung. Das ist so allerdings nicht korrekt. Denn Cranberrys helfen nicht bei einer bestehenden Blasenentzündung. Sie können jedoch zu einem gewissen Schutz führen, vor allem, wenn man regelmäßig an Blasenentzündungen leidet.

Wirksam sind Cranberry-Säfte mit einem hohen Anteil an Proanthocyanidinen (PAC), einem sekundären Pflanzenstoff. Diese sind im sogenannten Muttersaft enthalten, aber nicht in Cranberrysaftkonzentrat aus dem Supermarkt. PAC sind die Inhaltsstoffe, die eine vorbeugende Wirkung bei Blasenentzündung haben. Sie verhindern das Einnisten der Bakterien in die Schleimhäute der Blase und haben eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung. Wer zweimal täglich 150 Milliliter Cranberry-Saft trinkt, kann somit einer Blasenentzündung vorbeugen. Cranberrysaft schmeckt allerdings, genau wie die Beeren, sehr sauer.

Es gibt auch Präparate mit Cranberry-Extrakt. Diese sind nicht als Arzneimittel anerkannt, sondern nur als Nahrungsergänzungsmittel. Wer sie einnehmen will, sollte sich mit seinem Arzt oder Apotheker beraten, da es bei bestimmten Medikamenten, vor allem bei Blutverdünnern, zu Wechselwirkungen kommen kann. Wer die Beeren im Rahmen einer Ernährung bei einer Blasenentzündung einsetzen will, sollte sie im Idealfall frisch verarbeiten.

Naturmedizin Beckenbodenübungen: So können Sie Ihre Blase stärken

Quellen:

Nieren- und Harnwegsinfektionen, in: Urologenportal

Cranberry, in: Pharmazeutische Zeitung,

Can a concentrated cranberry extract prevent recurrent urinary tract infections in women? A pilot study, in:  Phytomedicine

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.