Ernährung bei Arthrose: Der Plan für kräftige Gelenke

Ernährung bei Arthrose
Eine gesunde Ernährung bei Arthrose kann Beschwerden lindern. Auf dem Speiseplan sollte beispielsweise zweimal wöchentlich Fisch stehen. © Fotolia

Die richtigen Lebensmittel können Verschleiß bremsen und sogar Schmerzen wirksam lindern. Praxisvita erklärt, welche Ernährung bei Arthrose sinnvoll ist und wie Sie so auch Ihre Gelenke stärken können.

Arthrose kann den Alltag zur Qual machen und lässt sich leider nicht heilen. Doch mit Bewegung und der richtigen Ernährung bei Arthrose kann man das Fortschreiten der Krankheit deutlich hinauszögern. Praxisvita verrät, was auf Ihren Speiseplan stehen sollte und was außerdem gegen Gelenkschmerzen und –Entzündungen hilft.

Wurst nur in Maßen

Gelenkgesundes Essen ist reich an Vitalstoffen und wirkt Übergewicht und Entzündungen entgegen. Beides sind Faktoren, die eine Arthrose negativ beeinflussen. Um entzündlichen Prozessen vorzubeugen, sollten Sie mit der Nahrung nur geringe Mengen der Fettsäure Arachidonsäure zu sich nehmen – sie kurbelt solche Prozesse nämlich richtig an. Die Säure steckt vor allem in Fleisch wie Wurstwaren, weshalb diese am besten maximal zweimal pro Woche auf den Tisch kommen.

Welcher Fisch besonders schützt

Gönnen Sie sich zum Abendessen öfter Fisch: Besonders fetter Seefisch wie Hering oder Lachs enthält Omega-3-Fettsäuren. Und das sind die gesunden Gegenspieler zur „bösen“ Arachidonsäure: Sie wirken entzündungshemmend und somit gezielt gegen Schmerzen. Studien zeigen, dass Patienten mit guter Omega-3-Versorgung (etwa 250 Milligramm/Tag) deutlich weniger Kortison und Schmerzmittel benötigen. Optimal ist es, zwei- bis dreimal pro Woche je 250 Gramm Seefisch zu essen. Wer keinen Fisch mag, findet im Supermarkt aber auch andere Lebensmittel, die mit Omega 3 angereichert sind (zum Beispiel Brot, Joghurt oder Eier), die sich ebenfalls als Ernährung bei Arthrose eignen.

Ernährung bei Arthrose
Um die Beschwerden der Krankheit in den Griff zu bekommen, hilft neben guter Ernährung bei Arthrose auch viel Bewegung – etwa zwei- bis dreimal pro Woche je eine halbe Stunde Rad zu fahren© Fotolia

Obst & Gemüse? Bitte zugreifen

Kräftig zulangen können Sie auch bei Obst und Gemüse. Nach aktueller Studienlage sind Kirschen die wirksamsten Entzündungshemmer, die uns die Natur zu bieten hat – sofern wir etwa 250 Gramm davon pro Tag verspeisen. Sehr effektiv schützen uns ebenfalls Ananas oder Papaya sowie jede Art von Beerenfrüchten. Auch grünes Gemüse wie zum Beispiel Spinat und frische Kräuter können Entzündungen vorbeugen, lindern Gelenkschmerzen  und eignen sich als Teil der Ernährung bei Arthrose. Tipp: Würzen Sie öfter mal mit Curry. Die Gewürzmischung enthält Kurkumin. Und dieses hemmt die Freisetzung eines Botenstoffes, der eine Schlüsselstellung bei der Entstehung von Entzündungen einnimmt.

Knorpelschutz durch die richtige Ernährung bei Arthrose

Lauch, Zwiebeln und Knoblauch sollten möglichst täglich auf dem Teller liegen. Denn sie enthalten einen speziellen Stoff, der direkt gegen Arthrose wirkt, da er ein knorpelzerstörendes Enzym hemmt. Eine englische Studie zeigte: Von 500 Patientinnen hatten diejenigen, die viel Lauch- und Zwiebelgewächse aßen, deutlich stabilere Hüftgelenke und weniger Arthrose als die Kontrollgruppe.

Was zudem bei Schmerzen hilft

Auch bei guter Ernährung bei Arthrose kann es zu Schmerzen kommen. Trotz Beschwerden ist es daher besonders wichtig, dass Betroffene sich weiterhin bewegen. Heilsam ist in akuten Phasen beispielsweise eine halbe Stunde Spazierengehen täglich. Ideal sind außerdem Sportarten wie etwa Schwimmen oder Radfahren zwei- bis dreimal die Woche für je 30 Minuten.

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