Ernährung bei Akne: Dieser Ernährungsplan hilft

Nicole Lücke Medizin- und Wissenschaftsjournalistin

Die Ernährung kann Akne beeinflussen. Sie ist zwar nicht die Ursache, kann aber das Hautbild verschlechtern. Ein spezieller Ernährungsplan ist daher sinnvoll.

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Die Ernährung kann bei Akne zu zusätzlichen Pickeln führen – oder umgekehrt das Hautbild deutlich verbessern. Der Zusammenhang zwischen verschiedenen Lebensmitteln und Akne ist inzwischen belegt. Allerdings sind die Auswirkungen individuell unterschiedlich groß.

Dass die Ernährung bei Akne eine Rolle spielt, ist für die meisten Betroffenen offensichtlich. Viele können sogar konkrete Lebensmittel benennen, nach deren Verzehr die Pickel sprießen. Auch die Wissenschaft hat nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Akne und Ernährung gibt. Das heißt jedoch nicht, dass Lebensmittel eine echte Akne auslösen. Bei der häufigen Akne vulgaris ist zum Beispiel in der Regel eine Hormonumstellung die wesentliche Ursache. Dementsprechend kann die Umstellung der Ernährung bei Akne die Erkrankung auch nicht heilen. Sie kann jedoch die belastenden Symptome lindern.

 

Wie sollte bei Akne der Ernährungsplan aussehen?

Je konsequenter bei Akne der Ernährungsplan umgesetzt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Hautbild verbessert. Grundsätzlich sollten Betroffene auf die sogenannte Glykämische Last  (GL) achten: Der Glykämische Index (GI) beschreibt, wie schnell der Blutzuckerspiegel bei dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels in die Höhe schießt. Je höher er ist, desto schlechter ist das Lebensmittel für die Akne-Ernährung. Die Glykämische Last beschreibt zusätzlich den GI im Verhältnis zur Menge. Ein sehr hoher GI heißt: Schon eine kleine Menge des Essens sorgt für einen hohen Blutzuckerspiegel. Das ist hauptsächlich bei industriell hergestellten Lebensmitteln der Fall.

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So sollte der Akne-Ernährungsplan aussehen:

1. Zucker vermeiden:

Industriezucker ist bei Akne ungesund. Zuckerhaltige Softdrinks sind für die Haut genauso schlecht wie Süßigkeiten. Besonders ungünstig ist die Kombination aus Zucker und Fett, wie bei Eis und Schokolade. Achtung: Auch in Fertigprodukten wie Ketchup oder Pizza kann viel Zucker versteckt sein.

2. Vollkornprodukte statt Weißbrot und heller Nudeln:

In Weißbrot & Co. stecken sogenannte einfach Kohlenhydrate. Sie werden vom Körper anders verarbeitet als komplexe Kohlenhydrate, die dem Körper über Vollkornprodukte zugeführt werden. Vollkorn ist daher gesünder.

3. Vorsicht bei Milchprodukten:

Grundsätzlich stecken in Milchprodukten viele wertvolle Nährstoffe. Es gibt jedoch Hinweise, dass Milch Akne verschlimmern könnte. Betroffene sollten daher darauf achten, wie ihre Haut auf diese Lebensmittel reagiert und die Ernährung bei Akne gegebenenfalls anpassen.

4. Hochwertige Fette wählen:

Ob die Fettmenge einen Einfluss auf Akne hat, ist umstritten. Die Experten sind sich aber einig, dass die Qualität der Fette eine Rolle spielt. Betroffene sollten nicht zu viele ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, die vor allem in tierischen Produkten stecken. Zudem sollten sogenannte Transfettsäuren möglichst gar nicht auf einem Akne-Ernährungsplan stehen. Sie sind hauptsächlich in industriell verarbeiteten Gerichten zu finden, etwa in Pommes, Pizza und Chips.

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Wie gut hilft die Ernährung gegen Akne?

Die bisherigen Erkenntnisse sind widersprüchlich. Beispielsweise stellten Forscher in einer Studie fest, dass bei einige Teilnehmern deutlich mehr Pickel auftraten, wenn sie Fast Food aßen. Bei anderen gab es keinen Unterschied. Fazit: Wie groß der Einfluss der Ernährung bei Akne ist, ist individuell unterschiedlich.

Quellen:

"Lassen Fett und Zucker Pickel sprießen?", in: aerztezeitung.de

"Westliche Fehlernährung führt zur Akne", in: der-niedergelassene-arzt.de

"Der Einfluss der Ernährung auf das Hautbild", in: lzg-rlp.de

"Acne and nutrition: hypotheses, myths and facts", in: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology

"Glykämischer Index (GI) und Glykämische Last (GL)", in: verbraucherzentrale.de

"Trans-Fettsäuren und ihr Einfluss auf die Gesundheit", in: dge.de

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