Erektile Dysfunktion: Was sind Ursachen und Risikofaktoren?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

Die erektile Dysfunktion kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Grundsätzlich unterscheidet man psychische von körperlichen Gründen, die getrennt voneinander, aber auch gleichzeitig vorliegen können. In den meisten Fällen liegt den Erektionsproblemen ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zugrunde.

 

Was sind die körperlichen Ursachen einer erektilen Dysfunktion?

Zu den häufigsten Ursachen der erektilen Dysfunktion zählen krankhafte Veränderungen der Blutgefäße, wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Auch Stoffwechselkrankheiten wie die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Störungen des Fettstoffwechsels können längerfristig Gefäßablagerungen hervorrufen. Diese erschweren ab einem bestimmten Grad die Blutzufuhr zu den Schwellkörpern.

 

Als Risikofaktoren für gefäßbedingte Erektionsstörungen gelten

Bei etwa 20 Prozent der Männer mit erektiler Dysfunktion liegen die Ursachen in einer Schädigung der Nerven. So können Nerven, die für eine Erektion relevant sind bei chirurgischen Eingriffen im Beckenraum, beispielsweise einer Prostataoperation, geschädigt werden. Auch Diabetes mellitus kann – vor allem, wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft schlecht eingestellt ist – zu Schäden der peripheren Nerven führen. Daneben können Erkrankungen, die das Gehirn selbst betreffen, wie etwa Demenz, die Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose sowie Verletzungen von Gehirn- und Rückenmark durch Unfälle, die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen.

Bei etwa einem bis fünf Prozent der Betroffenen hat die erektile Dysfunktion ihre Ursache in einem Mangel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Nicht zuletzt nimmt auch das Seelenleben Einfluss auf die Sexualfunktionen des Körpers. So sind zum Beispiel Depressionen häufig eng mit Erektionsproblemen verknüpft. Oft sinkt mit dem seelischen Tief auch die sexuelle Begierde. Hieraus wiederum können Versagensängste hervorgehen, die erst recht dazu führen, dass im Bett nichts mehr klappen will – auf diese Weise entsteht ein Teufelskreis. Erektionsstörungen empfinden die meisten Männer als belastend, sie ziehen häufig partnerschaftliche Konflikte nach sich und können somit selbst Ausgangspunkt einer Depression werden.

In manchen Fällen können auch bestimmte Medikamente das Erektionsvermögen bei Männern stören. Vor allem blutdrucksenkende Mittel, sogenannte Antihypertensiva, aber auch einige Psychopharmaka verursachen bei manchen Menschen Potenzstörungen.

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