Entzündungshemmende Lebensmittel: Diese Ernährung heilt den Körper

Redaktion PraxisVITA

Es gibt Reihe von entzündungshemmenden Lebensmitteln. Doch welche Nahrungsmittel helfen am besten? Diese Ernährung hilft dem Körper zu heilen.

Inhalt
  1. Antientzündliche Ernährung kann Beschwerden lindern
  2. Wogegen können entzündungshemmende Lebensmittel helfen?
  3. Welche Lebensmittel wirken entzündungshemmend?
  4. Welche Lebensmittel sind bei einer entzündungshemmenden Ernährung tabu?
  5. Die Basis für eine antientzündliche Ernährung

Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, lebt beschwerdefreier – und in vielen Fällen können bestimmte entzündungshemmende Lebensmittel auch zu einer gesundheitlichen Verbesserung führen. Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma, aber auch Neurodermitis sowie chronische Atemwegserkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden gehören zu jenen Problemen, die sich mit einer Ernährungsumstellung möglicherweise bessern können. Alles Wichtige über eine entzündungshemmende Ernährung.

 

Antientzündliche Ernährung kann Beschwerden lindern

Wenn Entzündungen auftreten, heißt das, dass sich unser Immunsystem gegen Krankheitserreger wehren oder Verletzungen bekämpfen muss. Aber nicht nur akute Probleme wie eine Erkältung oder eine Wunde müssen wir so bewältigen, auch einige entzündliche Prozesse, die unser Körper als Autoimmunreaktion gegen sich selbst richtet, bereiten uns Probleme. Mit der richtigen Ernährung lassen sich manche Symptome aber deutlich lindern.

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Wogegen können entzündungshemmende Lebensmittel helfen?

Entzündungshemmende Inhaltsstoffe in der Nahrung können bei chronischen Erkrankungen für eine Linderung der Symptome sorgen.

Empfehlenswert ist eine entzündungshemmende Ernährung beispielsweise bei:

  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • Multipler Sklerose
  • Asthma
  • Diabetes mellitus
  • Rheuma
  • Neurodermitis
  • Morbus Crohn
  • Reizdarm
  • Gallensteine
  • COPD
  • Schuppenflechte
  • Fettleber
  • Gastritis
  • Gicht

Ob entzündungshemmende Lebensmittel auch einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben, ist wissenschaftlich umstritten – gerade Vitamin-C-haltige Produkte sowie Obst und Gemüse mit Antioxidantien, Flavonoiden und anderen natürlichen Mineralstoffen können dem Körper beim Gesundwerden aber sicher nicht schaden.

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Welche Lebensmittel wirken entzündungshemmend?

Vor allem folgende Nahrungsmittel haben entzündungshemmende Eigenschaften, da sie über etliche nützliche Inhaltsstoffe verfügen:

  • dunkle Beerensorten
  • Zitrusfrüchte
  • verschiedene Kohlsorten wie beispielsweise Brokkoli
  • Spinat und Mangold
  • Rote Bete
  • Ananas
  • Kirschen

Mit Vitaminen, verschiedenen Mineralstoffen (Magnesium, Zink, Kupfer, Selen), Flavonoiden, Antioxidantien und reichlich Ballaststoffen werden chronisch entzündliche Prozesse im Körper bei vielen Patienten reduziert und die körpereigenen Funktionen und Abläufe unterstützt.

Die Verwendung von frischen Kräutern und Gewürzen wirkt sich ebenfalls positiv aus.

Diese Kräuter und Gewürze sollten bei einer entzündungshemmenden Ernährung öfter auf dem Speiseplan stehen:

  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Basilikum
  • Bohnenkraut
  • Muskatnuss
  • Rosmarin
  • Knoblauch

Sie alle enthalten zahlreiche entzündungshemmende Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Vitamine helfen dem Körper, sich zu schützen und Entzündungen zu reduzieren. Und das Beste: Sie verleihen jedem Gericht eine besonders schmackhafte Note.

Innereien wie Leber enthalten unter anderem viel Zink und Kupfer – die Mineralstoffe sind, ähnlich wie Magnesium und Selen, am Stoffwechsel beteiligt und daher auch bei der Bekämpfung von Entzündungsprozessen im Körper entscheidend. Aus gesundheitlicher Sicht besser als Fleisch ist der Verzehr von Thunfisch, Makrele, Lachs oder Hering, da sie allesamt reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Eine vegane Alternative ist zudem Rapsöl oder Leinöl. Um die Omega-3-Fettsäuren von kalt gepressten Pflanzenölen zu erhalten, sollten diese nicht erhitzt werden.

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Welche Lebensmittel sind bei einer entzündungshemmenden Ernährung tabu?

Diese Lebensmittel können Entzündungen begünstigen:

  • Hülsenfrüchte: Hülsenfrüchte wie Linsen oder bestimmte Bohnenarten enthalten Lektine, die bei manchen Menschen eine Entzündung auslösen können, aber nicht müssen. Solche Produkte sollten seltener verzehrt und bei der Zubereitung gut eingeweicht werden, damit der Inhaltsstoff ausgespült wird.
  • Fleisch- und Wurstwaren aus Massentierhaltung: Der Verzehr von Fleisch- und Wurstwaren aus Massentierhaltung sollte gemieden werden, denn die Produkte enthalten mehr entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren als aus nachhaltiger Zucht.
  • Milchprodukte aus Massentierhaltung: Auch hier gilt: Produkte aus Massentierhaltung, insbesondere sehr fetthaltige Lebensmittel, können viele entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren enthalten. 
 

Die Basis für eine antientzündliche Ernährung

Grundsätzlich sind folgende zwei Faktoren wichtig, um dem Körper durch die Nahrung Gutes zu tun:

  1. ausgewogene Ernährung: Der Körper braucht Abwechslung, um sämtliche wichtigen Nährstoffe zu erhalten.
  2. ungesunden Lebensstil meiden: Fast Food, Zucker, Fertiggerichte, Alkohol, Rauchen, mangelnde Bewegung und Stress tun dem Körper nicht gut – und eigentlich wissen wir das auch. Daher hier zur Erinnerung noch einmal: Achten Sie darauf möglichst auf Transfette im Essen sowie auf eine ungesunde Lebensweise zu verzichten, um Ihren Körper bewusst zu schützen. So minimieren Sie auch das gefährliche viszerale Bauchfett, das ebenfalls bei vielen chronischen Erkrankungen eine Rolle spielt.

Ab und zu ein Produkt zu sich zu nehmen, das neben vielen guten Inhaltsstoffen auch jene mit sich bringt, die eine Entzündung triggern könnten, ist jedoch bei vielen Beschwerden nicht schlimm, solange alles im Rahmen bleibt. Genaueres für die individuelle Situation kann allerdings nur der behandelnde Arzt sagen.

Grundsätzlich können Sie mit einer Ernährung, die auf viel verschiedenes Obst und Gemüse setzt, nichts verkehrt machen. Bei bestimmten gesundheitlichen Beschwerden, zum Beispiel einer Glutenallergie (Zöliakie), die drastische Änderungen im Speiseplan erfordert, ist allerdings der Rat eines Arztes oder eines Ernährungsberaters wichtig. Mangelerscheinungen durch die Umstellung sollten unbedingt vermieden werden.

Mit einem Blutbild lassen sich die wichtigsten Werte regelmäßig überprüfen – so kann auch erfahren werden, ob sich die Entzündungswerte im Blut verbessern und die gesunde Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln tatsächlich anschlägt.

Quelle:

Ernährung bei chronischen Entzündungen, in: Fachgesellschaft für Ernährung und Prävention

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