Ylang-Ylang-Öl: Sinnliches Entspannungserlebnis

Redaktion PraxisVITA

Die Kosmetikindustrie hat Ylang-Ylang-Öl schon längst für sich entdeckt. Doch das ätherische Öl wertet mit seinem betörenden Duft nicht nur Beauty-Produkte auf, sondern wird auch als Aphrodisiakum und Heilmittel verwendet.

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Das Öl der Ylang-Ylang-Pflanze kann vielseitig eingesetzt werden Foto:  iStock/phetphu
Inhalt
  1. Ylang-Ylang-Öl für Geist, Seele und Körper
  2. Ylang-Ylang-Öl für Haut und Haare
  3. Anwendungsmöglichkeiten von Ylang-Ylang-Öl
  4. Herstellung und Qualität von Ylang-Ylang-Öl
  5. Nebenwirkungen und Risiken von Ylang-Ylang-Öl

Ylang-Ylang ist vielleicht nicht vielen ein Begriff, doch das Öl der Pflanze, deren botanischer Name Cananga odorata ist, ist ein beliebter Inhaltsstoff in der Kosmetikindustrie.

Ihr holziger, aber besonders blumiger und süß-lieblicher Duft findet sich in edlen Parfüms wie Chanel No. 5 und Poison von Dior – und hat einen netten Nebeneffekt. Ylang-Ylang soll nämlich wie ein Aphrodisiakum wirken und ganz allgemein die Stimmung heben.

 

Ylang-Ylang-Öl für Geist, Seele und Körper

Was Ylang-Ylang-Öl neben seinem betörenden Duft so besonders macht, ist seine Wirkung auf den Organismus. Unter anderem fördert das ätherische Öl die Ausschüttung der auch als Glückshormone bekannten Endorphine und Serotonine.

Ein Serotoninmangel kann beispielsweise schlechte Stimmung, Reizbarkeit und Nervosität auslösen. Ylang-Ylang wirkt daher stimmungsaufhellend, harmonisierend und entspannend.

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Hausmittel Aromatherapie: Heilung durch ätherische Öle

Der beruhigende Effekt wurde auch von der Studie “Traditional Uses, Phytochemistry, and Bioactivities of Cananga odorata (Ylang-Ylang)” aus dem Jahr 2015 hervorgehoben. Die Wissenschaftler fanden unter anderem heraus, dass das Riechen an Ylang-Ylang den Stressindex der Probanden reduzierte und ihren Blutdruck senkte.

Deswegen kann das ätherische Öl auch bei innerer Unruhe und Herzrasen helfen, um den Körper zu beruhigen. Es wird außerdem als Heilmittel, zum Beispiel bei Menstruationsbeschwerden, genutzt.

Ylang-Ylang-Öl hat sich zudem als Aphrodisiakum einen Namen gemacht. Es soll den Sexualtrieb sowie die Sinnlichkeit fördern und stärken. Das dürfte auch erklären, warum man nach indonesischer Tradition Brautleuten in der Hochzeitsnacht Ylang-Ylang-Blüten auf das Bett streut.

 

Ylang-Ylang-Öl für Haut und Haare

Ylang-Ylang-Öl könnte sogar das ein oder andere Kosmetikprodukt ersetzen, denn es ist auch als Beauty-Booster in der Haar- und Hautpflege einsetzbar.

Es spendet Feuchtigkeit und hat somit einen belebenden und verjüngenden Effekt auf das allgemeine Hautbild. Die antibakterielle Wirkung des ätherischen Öls kann zudem bei der Behandlung von Pickeln und verstopften Poren helfen.

Überblick der Wirkungsbereiche

Insgesamt wirkt Ylang-Ylang-Öl:

  • entspannend
  • aufheiternd
  • antidepressiv
  • ausgleichend
  • krampflösend
  • hautpflegend
  • antimikrobiell
  • antiseptisch
  • entzündungshemmend
  • gegen Pilzinfektionen
  • schmerzlindernd
 

Anwendungsmöglichkeiten von Ylang-Ylang-Öl

Wie auch andere ätherische Öle kann Ylang-Ylang-Öl vielseitig eingesetzt werden. Besonders beliebt ist die Aromatherapie mithilfe einer Duftkerze, einem Diffusor oder einer Duftlampe, die mit nur wenigen Tropfen beträufelt werden. Das ätherische Öl verdampft in der Luft und versorgt den Raum mit seinem sinnlich-lieblichen Duft.

Zur äußeren Anwendung kann Ylang-Ylang auch als Kompresse, Balsam, Creme, Badezusatz oder Massageöl (z. B. im Ayurveda) zum Einsatz kommen und für Entspannung sorgen.

Ylang-Ylang-Öl ist zudem für die innere Anwendung geeignet. Nehmen Sie hierfür dreimal täglich etwas Honig oder ein Stück Würfelzucker mit einem Tropfen des Öls gemischt oder aufgelöst in einem Tee Ihrer Wahl ein.

Das kann bei Schlafproblemen, Krämpfen, Bluthochdruck, aber auch bei mangelnder sexueller Erregbarkeit oder Impotenz helfen. Wie immer bei der Einnahme von ätherischem Öl gilt aber auch hier: Sie sollte nur mit Vorsicht und nach ärztlicher Beratung erfolgen.

 

Herstellung und Qualität von Ylang-Ylang-Öl

Ylang-Ylang-Öl wird durch die Wasserdampfdestillation frischer Blüten des Ylang-Ylang-Baumes gewonnen. Er wächst unter anderem in Indonesien und auf den Philippinen. Die Destillation wird fraktioniert durchgeführt. Dadurch kann man verschiedene Bestandteile aus einem bestehenden Gemisch lösen.

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Je nach Dauer des Vorgangs ergeben sich verschiedene Qualitäten des Ylang-Ylang-Öls, die sich wiederum etwas in ihren Duftnoten unterscheiden – in der ersten Viertelstunde des circa 20 Stunden dauernden Prozesses wird die Stufe “extra superior” gewonnen.

Dann geht es weiter mit den Stufen “extra”, I, II und III. Lediglich bei der Qualitätsstufe “komplett” wird das ätherische Öl nicht in Fraktionen, sondern in einem Schub gewonnen. Das kann zehn bis 18 Stunden dauern.

 

Nebenwirkungen und Risiken von Ylang-Ylang-Öl

Bei der Verwendung von Ylang-Ylang-Öl sollte unbedingt auf die empfohlene Dosis und eine moderate Nutzung geachtet werden. Kommt das ätherische Öl übermäßig zum Einsatz, kann es unangenehme Nebeneffekte wie Kopfschmerzen oder Übelkeit hervorrufen.

Grundsätzlich gibt es bei ätherischen Ölen das Risiko einer allergischen Reaktion oder einer Sensibilisierung, die sich zu einer Überempfindlichkeit entwickeln kann. Deswegen ist es zu empfehlen, das Ylang-Ylang-Öl vorab auf seine Verträglichkeit zu testen und die Beratung eines Experten einzuholen.

Quellen:

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