Rauchverbot im Auto mit Kindern – bald in Deutschland?

Ein Mann raucht am Steuer
Rauchen im Auto – in vielen Ländern ist das bereits verboten, wenn Kinder mitfahren © Fotolia

Ab dem 1. Mai darf in Österreich nicht mehr in PKW geraucht werden, in denen sich Personen unter 18 Jahren befinden. In anderen europäischen Ländern gilt das Verbot bereits seit Jahren – kommt es jetzt auch in Deutschland?

Ab Mai drohen in Österreich jedem, der in Autos mit Kindern raucht, bis zu 1.000 Euro Strafe. Auch in Deutschland fordern Bundestagsabgeordnete jetzt ein Rauchverbot in Autos mit Kindern. Experten wie Kinderärzte, die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Kinderkrebsstiftung plädieren seit Jahren dafür und machen immer wieder auf die Gefahren des Passivrauchens für Kinder aufmerksam.

 

So gefährlich ist Passivrauchen für Kinder

Kinder sind dem Rauch im Auto oder anderen geschlossenen Räumen noch stärker ausgesetzt als Erwachsene, weil sie deutlich schneller atmen und mehr Atemluft aufnehmen. Außerdem befinden sich ihre Organe und ihr Immunsystem noch in der Entwicklung – das macht sie besonders empfindlich gegen den Tabakrauch.

Die Folgen können Erkrankungen wie Asthma, schwere Atemwegsinfektionen und langfristig Lungenkrebs sein. Auch Aufmerksamkeitsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten sowie Mittelohr- und Hirnhautentzündungen kommen bei Kindern, die Tabakrauch ausgesetzt sind, häufiger vor.

In dem engen Innenraum eines Autos ist die Schadstoffbelastung besonders hoch – auch das Öffnen der Fenster ändert daran nicht viel. So belegen Studien, dass die Feinstaubpartikelbelastung in PKW, in denen geraucht wird, im Schnitt bei etwa 85 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt. Zum Vergleich: Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als akzeptabel eingestufte Wert liegt bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter.

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