Endlich wieder ohne Schmerzen bewegen

Stephanie Pingel
Viele Menschen haben morgens direkt nach dem Aufwachen steife Gelenke
Viele Menschen haben morgens direkt nach dem Aufwachen steife Gelenke. Wir verraten, was am besten dagegen hilft © Alamy

Wenn Sie sich morgens nur schwer bewegen können, weil steife Gelenke sie einschränken, sind die Ursachen oft harmlos. Mit unseren Tipps können Sie die Beschwerden ganz leicht aus der Welt schaffen.

Schwere Beine und Schmerzen im Rücken – steife Gelenke begleiten viele Menschen bereits beim Start in den Tag. Wer sich beim Aufstehen immer wieder mit solchen Anlaufschwierigkeiten quält, befürchtet häufig etwas Ernstes. Dabei sind Erkrankungen wie Arthrose oder Rheuma nur in äußerst seltenen Fällen die Auslöser. Wir verraten, welche Ursachen steife Gelenke tatsächlich haben können.

 

Wie man sich bettet...

... so liegt man. Oft ist die falsche Matratze der „Übeltäter“ bei morgendlichen Beschwerden: Zu harte Modelle drücken auf die Bandscheiben. Dann können sich diese Polster, die zwischen den Wirbeln sitzen und für die Beweglichkeit sorgen, nicht mit Flüssigkeit füllen. Die Folge: ein steifer Rücken. In zu weiche Unterlagen sinkt der Körper wiederum an einigen Stellen zu stark ein. Bänder und Muskeln werden überdehnt, verspannen sich – es kommt zu Schmerzen. Die richtige Matratze unterstützt hingegen die natürliche S-Form des Rückens. Sie gibt an Gesäß sowie Schultern nach und stützt die Wirbelsäule. Je größer das Gewicht ist, desto härter sollte die Federung sein. Nehmen Sie am besten eine Matratze, auf der Sie wirklich bequem liegen. Tipp: Viele Fachgeschäfte bieten eine mehrwöchige Liegeprobe an. Testen Sie die Matratze also ausgiebig und scheuen Sie sich nicht, sie umzutauschen, wenn Sie nicht gut darauf schlafen.

Frau probiert Highheels an
Frauen lieben sie – aber Highheels können bei häufigem Tragen Schmerzen in den Füßen verursachen und für steife Gelenke sorgen© Fotolia
 

Auf Schuhwerk achten

Zu hohe Absätze, zu wenig gedämpfte Sohlen – wer dann noch viel zu Fuß geht, leidet rasch unter einer Entzündung in der Sohle. Ist die sogenannte Plantarsehne gereizt, fühlt sich morgens jeder Schritt wie ein Tritt in einen Nagel oder eine Scherbe an. Gegen die Beschwerden hilft leichte Gymnastik für Ferse und Wade, um die Muskeln zu dehnen: Bleiben Sie auf dem Rücken im Bett liegen, die Beine gerade lassen. Dann die Füße für zehn Sekunden „ankippen“, sodass die Zehen zur Decke zeigen. Im Anschluss strecken Sie sie wie eine Ballerina beim Spitzentanz. Wiederholen Sie diese Übung zwei bis drei Mal am Morgen. Schon nach wenigen Tagen sollte eine deutliche Besserung eintreten.

 

Hilfe aus der Natur gegen steife Gelenke

Gegen Muskelschmerzen und steife Gelenke hilft ein Heublumenbad: Übergießen Sie hierzu 500 Gramm getrockneter Heublumenblüten (gibt es in der Apotheke) mit vier Liter heißem Wasser, nach zehn Minuten abseihen. Den Aufguss ins Vollbad geben und eine Viertelstunde in der Wanne bei etwa 35 Grad entspannen.

 

Gymnastik stärkt den Gelenkknorpel

Gymnastik kurbelt den Stoffwechsel von Knorpel und Knochen an. In Rückenlage die Füße dicht am Po aufstellen. Bauchnabel stark einziehen. Rücken runden. Das Becken vom Boden lösen bis zur Brückenstellung. Dann zurück auf den Boden legen. Drei- bis fünfmal wiederholen. Dehnt die mittlere und untere Wirbelsäule.

 

Wann sollte ich den Arzt aufsuchen?

Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder sich auch nach sechs Wochen nicht spürbar gebessert haben, sollten Sie zum Arzt gehen. Der kann eine genauere Diagnose stellen und Sie dann dementsprechend behandeln.

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