Empagliflozin - das beste Medikament gegen Diabetes

Dr. med. Dierk Heimann Facharzt für Allgemeinmedizin

Meine 59-jährige Patientin leidet seit zehn Jahren unter der Blutzuckerkrankheit Diabetes mellitus. Zudem sind ihre Nieren angegriffen, sie hat hohen Blutdruck, die Blutgefäße zeigen erste Verkalkungen und sie wiegt zu viel. Leider ein häufiger Verlauf – Diabetes als ‚Teufelskreis‘. 

Inhalt
  1. Weniger Insulin = oft weniger Gewicht 
  2. Eine Idee: Blutzucker mit dem Urin ausscheiden
  3. Empagliflozin – Herz- und Nierenschutz
  4. Dosierung – niedrig beginnen
  5. Häufige Nebenwirkung: Blasenentzündung
 

Weniger Insulin = oft weniger Gewicht 

In den letzten Jahren haben wir gelernt, dass das Spritzen von Insulin häufig zu einer weiteren Gewichtszunahme führt – damit wird die Erkrankung schlimmer. Der Grund: Insulin hindert die Fettzellen am Einschmelzen. Die Stoffwechsellage wird so noch schlechter. Auch Bewegung fällt schwerer. Heute gibt es viele neue Medikamente, die das verhindern.

 

Eine Idee: Blutzucker mit dem Urin ausscheiden

Da meine Patientin zu viel wiegt und ihre Nieren bereits geschädigt sind, entscheide ich mich, den Wirkstoff ‚Empagliflozin‘ zu ergänzen. Dann hilft er besonders gut. Er sorgt dafür, dass Blutzucker mit dem Urin ausgeschieden wird. Weniger Blutzucker bedeutet auch weniger Diabetes-Probleme und weniger Kalorien.

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Empagliflozin – Herz- und Nierenschutz

Das Empagliflozin gehört zur Gruppe der SGLT2-Inhibitoren. Es gibt heute einige davon. Allen wir eine sehr gute Schutzwirkung zugeschrieben. Zum Empagliflozin gibt es derzeit wohl die meisten Daten. Mit am beeindruckendsten: Bei nierengeschädigten Personen, reduziert sich das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder gar innerhalb von drei Jahren (so lange dauerte die Studie) zu sterben, um etwa ein Drittel.  

 

Dosierung – niedrig beginnen

Das Empaglifdlozin kann in Kombination mit vielen anderen Diabetes-Medikamenten gegeben werden, selbst Insulin. Eine Startdosis von 10 Milligramm hat sich bewährt. Später können es 25 Milligramm sein. 

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Häufige Nebenwirkung: Blasenentzündung

Da die Blutglukose - dank des Medikaments - über den Urin ausgeschieden wird, können vermehrt Blasenentzündungen entstehen. Zucker ist ein perfekter Nährboden für Bakterien oder Pilze. Darauf gilt es vor allem zu achten und Infektionen zu behandeln. 
 

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